Der Weißstorch (Ciconia ciconia) ist einer der bekanntesten Vögel der Welt. Im Gefieder überwiegt tatsächlich die Farbe weiß; nur die Schwungfedern sind schwarz. Schnabel und Beine sind leuchtend rot gefärbt.
Der Schwarzstorch (Ciconia nigra) gehört zur Familie der Störche (Ciconiidae) und ist der weniger bekannte Verwandte des berüchtigten Weißstorchs (Ciconia ciconia). Er zeichnet sich durch sein auffälliges, dunkles Gefieder sowie seine zurückgezogene Lebensweise aus. In Deutschland ist der Schwarzstorch in großen, ruhigen Waldgebieten mit angrenzenden Feuchtgebieten, Mooren, und kleineren Still- oder Fließgewässern zu finden.
Schwarzstorch bei der Rast.
(Foto: Herwig Winter)
Der ausgewachsene Schwarzstorch ist mit einer Körperlänge von etwa 90 bis 105 cm und einer Flügelspannweite von 170 bis 205 cm ein imposanter Vogel. Sein Gefieder ist, wie der Name schon vermuten lässt, überwiegend schwarz, mit metallischen, grünlich-schimmernden Federn. Die langen Beine und der rote, spitze Schnabel sind charakteristisch, und auch die auffälligen, weißen Bauch- und Unterflügeldecken stellen einen markanten Kontrast zum dunklen Gefieder dar.
Die Jungvögel sind im ersten Jahr zur besseren Tarnung weniger auffällig gefärbt und besitzen ein bräunliches, mattes Gefieder. Ihre Beine und ihr Schnabel sind zudem grau-grün.
Der Schwarzstorch bevorzugt naturnahe und störungsarme Lebensräume, insbesondere fließgewässerreiche Laub- und Mischwälder. Im Gegensatz zum Weißstorch meidet er Kulturlandschaften und ist daher seltener anzutreffen. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Westen Europas bis nach Asien. In Deutschland sind die Mittelgebirgsregionen am dichtesten besiedelt, mit Vorkommensschwerpunkten im Harz, Thüringer Wald und im Erzgebirge. Nach der Brutzeit Anfang September zieht der Schwarzstorch zum Überwintern größtenteils nach West- und Zentralafrika. Einige Standvögel überwintern allerdings auch in Südeuropa.
Schwarzstorch im Flug.
(Foto: Herwig Winter)
In erster Linie ernährt sich der Schwarzstorch von kleinen Fischen und Amphibien, aber auch von Insekten, Krebsen und kleinen Säugetieren. Er sucht seine Beute an flachen Gewässern und ergreift sie geschickt mit seinem langen, spitzen Schnabel.
Der Schwarzstorch baut sein Nest aus Moos und Reisig und errichtet es in den dichten Kronen alter, hoher Bäume. Einmal im Jahr legt er ein Gelege von 3 bis 5 Eiern, das etwa 32 bis 36 Tage bebrütet wird. Nach dieser Zeit schlüpfen die Küken und verbleiben noch rund 60 bis 70 Tage im Nest, bevor sie flügge werden. In dieser Zeit werden sie von beiden Elternteilen versorgt.
Der Weißstorch (Ciconia ciconia) ist einer der bekanntesten Vögel der Welt. Im Gefieder überwiegt tatsächlich die Farbe weiß; nur die Schwungfedern sind schwarz. Schnabel und Beine sind leuchtend rot gefärbt.
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