BUND Landesverband
Hessen e.V.

Ergebnisse der Lockstockuntersuchungen in Hessen

In Hessen wurden im Projekt Wildkatzensprung von 2012 bis 2015 insgesamt 240 Lockstöcke von fast 130 Freiwilligen kontrolliert. Die Ergebnisse zeigen: Die Wildkatze breitet sich auch in Hessen wieder aus!

Die Untersuchungsgebiete in Hessen

Von der Bergstraße im Süden bis ins Rothaargebirge im Norden: 240 Lockstöcke sollten dabei helfen, bereits bekannte Wildkatzenpopulationen näher zu untersuchen und in Gebieten, in denen Wildkatzen bislang zwar vermutet, aber noch nicht nachgewiesen werden konnten, einen sicheren, also genetischen Erstnachweis zu erlangen.

Karte der Wildkatzen-Lockstockflächen in Hessen (2012-2015) Karte der Wildkatzen-Lockstockflächen in Hessen (2012-2015)

Ergebnisse in den Untersuchungsgebieten

Fast 800 Proben wurden im Forschungsinstitut Senckenberg genetisch analysiert, rund 450 von ihnen kamen von Wildkatzen, genauer gesagt von 143 verschiedenen Wildkatzen.

Mit Abstand die meisten Wildkatzen-Individuen konnten im Hessischen Bergland nachgewiesen werden: hier fanden sich 68 verschiedene Wildkatzen an den Lockstöcken ein! Kein Wunder, ist die Region doch ein für die Wildkatze gut geeigneter Lebensraum, in dem sie der Verfolgung durch den Menschen entkommen konnte.

Zahlreiche Nachweise gab es auch im Rothaargebirge und im Krofdorfer Forst im Landkreis Gießen. Auch im Vogelsberg, dem Schlitzer Land und der östlichen Wetterau gelangen Nachweise der Wildkatze – wenn auch in geringerer Zahl. Dies deutet darauf hin, dass die Wildkatze diese Gebiete nach und nach erst wieder neu besiedelt und die Bestandsdichten deshalb noch relativ gering ausfallen.

Die beprobten Gebiete südlich des Maines, also der Odenwald, die Bergstraße und das Messeler Hügelland erbrachten keinen Hinweis auf ein Vorkommen der Wildkatze. Der Süden Hessens muss also immer noch als „wildkatzenfrei“ gelten.

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