BUND Landesverband
Hessen e.V.

Charakteristik einer Streuobstwiese

Streuobst zeichnet sich durch ganz bestimmte Merkmale aus. Charakteristisch sind unterschiedliche Obstsorten und hochstämmige Bäume.

Charakteristik des Streuobsts

Blühende Streuobstwiese. Blühende Streuobstwiese.  (Foto: Herwig Winter)

Streuobstbäume sind oft unregelmäßig und wie zufällig über die Fläche gestreut angeordnet. Es gibt sie aber genauso in Reihen- und Einzelbaumpflanzungen. Der Begriff Streuobst leitet sich vermutlich von der verstreuten Lage der Obstanbauflächen in der Landschaft ab.

Typisch sind unterschiedlich alte Apfel-, Zwetschgen-, Kirsch-, Walnuss- und Birnbäume sowie Wildobst, darunter ein hoher Anteil von alten und regionalen Sorten. Diese Sortenvielfalt gilt als besonders robust gegenüber Krankheiten und Schaderregern und birgt wertvolles genetisches Potential. Zudem sollten  Streuobstbäume hochstämmig sein, also einen mindestens 180 cm hohen Stamm haben.

Streuobstflächen werden weder mit Pestiziden noch mit Mineraldünger behandelt. Damit ist ihre Bewirtschaftung nicht so rentabel wie die von modernen Obstplantagen, schont dafür aber Boden und Wasser – und belastet auch dort lebende Tiere nicht.

Streuobst wirkt sich zudem positiv auf die Umwelt aus: Es befeuchtet und kühlt die Luft, bremst Windböen und liefert Frischluft. In den kalten Monaten mildern die Bäume Nachtfröste, im Sommer spenden sie Schatten. Zudem können sie wie kaum eine andere Kulturform Bodenerosion verhindern.

In Hessen setzen sich viele Kreis- und Ortsverbände des BUND für die Pflege und den Erhalt hessischer Streuobstbestände und ihrer Bewohner ein. 

Wo kann ich mitmachen?

Ansprechpartnerin beim BUND Hessen

Susanne Steib

BUND Hessen Managerin Naturschutzprojekte
E-Mail schreiben Tel.: 069 677376-16

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