Klimakrise wird durch Luftverkehr verschärft (Grafik: Niko Martin)

Flughafen Frankfurt

Vom Frankfurter Flughafen, dem drittgrößten Flughafen Europas, gehen gewaltige Umweltbelastungen aus. Wegen seiner zentralen Lage im Ballungsgebiet Rhein-Main leiden Tausende unter Fluglärm. Der BUND war wichtiger Bestandteil der Bürgerproteste gegen den Bau der Startbahn 18-West und der Nordwestlandebahn im Kelsterbacher Wald. Der Kampf gegen den Fluglärm und die wiederkehrende Waldvernichtung stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen.

Der BUND Hessen fordert:

  • Nachtflugverbot von 22 Uhr bis 6 Uhr morgens!
  • Die Verlagerung des innerdeutschen Flugverkehrs auf die Schiene!
  • Höhere Start- und Landegebühren – vor allem in den Tagesrandstunden und in der Nacht!
  • Anbindung des Terminals 3 an die S-Bahn!

BUND-Newsletter abonnieren!

Lärm

Fluglärm macht krank. Immer mehr Flugbewegungen und immer neue Flugrouten haben die Fortschritte beim Lärmschutz stets neutralisiert. Wir fordern eine ungestörte Nachtruhe für die Menschen. Starts und Landungen zwischen 23–5 Uhr müssen sofort aufhören und so schnell wie möglich muss das Nachtflugverbot von 22–6 Uhr kommen.

Klimaschutz

Luftverkehr ist ein Klimakiller. Vergleicht man eine Strecke, die man mit unterschiedlichen Verkehrsträgern zurücklegen kann, so ist kein anderes Verkehrsmittel so klimaschädlich wie die Luftfahrt.

In den großen Flughöhen der zivilen Luftfahrt ist nicht nur der CO2-Ausstoß klimaschädlich, sondern die Situation ist sehr viel komplexer: Beim Verbrennen von Benzin oder Kerosin bilden sich neben dem entstandenen CO2 Schleierwolken und Kondensstreifen, das Treibhausgas Ozon baut sich in einem sensiblen atmosphärischen Stockwerk auf und gleichzeitig wird Methan abgebaut. Wer auf einen Flug nicht verzichten will oder kann, sollte unbedingt die Treibhausgas-Emissionen kompensieren.

Terminal 3

Das Terminal 3 war Bestandteil der 2007 genehmigten Ausbauplanung. Unsere Klagen gegen den Ausbau konnten das Terminal nicht verhindern. Nun fordern wir, gemeinsam mit Kommunen und Bürger*innen der Region, den Anschluss des Terminals an das S-Bahnnetz. Nur so kann der Verkehrskollaps rund um das Frankfurter Kreuz verhindert werden. Die Kosten für die Anbindung muss der Flughafenbetreiber Fraport bezahlen, da er der Verursacher des zusätzlichen Verkehrsaufkommens ist.

Flüge auf die Schiene

Bereits 2014 hat der BUND Hessen in der Studie „Kurzstreckenflüge auf die Schiene“ dargestellt, dass rund drei Millionen Passagiere aus 28.000 Kurzstreckenflügen am Frankfurter Flughafen ohne Komfortverzicht die Bahn statt des Flugzeugs nutzen könnten. Ausgangslage waren Verbindungen, die in weniger als vier Stunden vom Fernbahnhof des Flughafens erreicht werden können.

2019 legte der BUND ein Konzept für mehr Klimaschutz durch weniger Flüge vor, dessen Umsetzung zu einer Reduktion von mindestens 6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten führen würde.

Aktuelles zum Flughafen Frankfurt

Aktiv werden

BUND-Bestellkorb