Benjeshecke: Unterschlupf und Kletterparadies
Wichtige Unterschlupfmöglichkeiten bieten Benjeshecken, die „Hecken für Ungeduldige“. Hierbei handelt es sich um Totholz und Schnittgut verschiedener Dicke und Länge, das zwischen Pfosten aufschichtet wird und dadurch eine sinnvolle Verwendung findet. Eine Benjeshecke kann je nach Platzangebot beliebig weiterwachsen. Durch angewehte oder im Vogelkot enthaltene Samen bildet sich schnell Pflanzenaufwuchs, der die Hecke rasch grün und dicht werden lässt.
Nistkästen: Schlafzimmer für Gartenschläfer
Auch Nistkästen nehmen die Bilche gerne als Versteck an und können so vielleicht davon abgehalten werden, im Haus Unterschlupf zu suchen. Zu beachten ist, dass die Kästen aus rauem, ungehobeltem Holz sind, damit es die Jungen im Frühjahr schaffen, aus dem Nistkasten herauszuklettern. Außerdem sollte auf die richtige Größe der Einschlupföffnung für den Gartenschläfer geachtet werden (Durchmesser von 32-35 mm). Übrigens: Das Einschlupfloch befindet sich auf der Rückseite, also in Richtung Stamm. In der Bauanleitung ist alles Wichtige zusammengefasst.
Wildblumenwiesen für die Artenvielfalt
Mit der Ansaat einer Wildblumenwiesen-Mischung locken Sie Insekten an und können sich selbst an einer langanhaltenden Blütenvielfalt im Sommer erfreuen. Achten Sie beim Kauf bitte auf heimische und regionale Arten! Besonders bei kostenlosen Samentütchen, die es oft als Werbegeschenk im Super- oder Baumarkt zum Einkauf dazu gibt, ist Vorsicht geboten.
Schauen Sie dafür auch gerne bei unserem BUNDladen vorbei. Dort finden Sie einjährige oder mehrjährige Wildblumen-Mischungen, die die heimische Flora und Fauna zum Aufblühen bringen.
Oder klicken Sie sich online durch „Tausende Gärten – tausende Arten“. Neben einer individuell an Ihren Standort angepassten Wildstaudenauswahl werden auch Wildblumen-Mischungen angeboten.
Strukturreiche, naturnahe Gärten
Monoton gehaltene Gärten mit viel Schotter und versiegelten Flächen bieten wenig Versteckmöglichkeiten für Gartenschläfer. Zudem findet sich kaum Vielfalt und die geringe Zahl an Insekten, Spinnen und Würmern machen sie zu ungeeigneten, fast schon lebensfeindlichen Lebensräumen.
Als kleine Faustregel gilt: Je naturbelassener ein Garten ist, desto paradiesischer ist er für Gartenschläfer und Co.!
Erfrischung für Gartenschläfer & Co.
Um den Bilchen, aber auch Vögeln und Igeln die Wassersuche zu erleichtern, können Sie Wasserschälchen aufstellen. Regelmäßiges Reinigen mit heißem Wasser und einer Bürste (ohne Reinigungsmittel) verhindert dabei eine mögliche Bakterienbildung, insbesondere während heißer Sommertage. Legt man einen Stein oder Stöckchen in die Schalen, finden auch Insekten einen Platz zum Trinken und können sich retten, sollten sie mal ins Wasser fallen.
Deckel drauf!
Halten Sie Regentonnen abgedeckt, um zu vermeiden, dass Gartenschläfer und andere Tiere ertrinken. Wenn Sie keinen Deckel zur Hand haben, so legen sie ein Brett als „Rettungsleine“ für die durstigen Gartenbewohner hinein, auf dem die Tiere wieder herausklettern können.