BUND Landesverband
Hessen e.V.

So wird Ihr Garten zum Gartenschläfer-Paradies

Hier finden Sie Tipps und Anregungen, um Ihren Garten in ein kleines Paradies für Gartenschläfer zu verwandeln. Am Ende profitieren davon nicht nur die kleinen Bilche, sondern viele weitere Arten, wie Igel, Rotkehlchen und Co. Und auch wir erfreuen uns an der Vielfalt, die farbenfrohe Blumen, fleißige Bienchen und Sträucher mit leckeren Beeren mit sich bringen.

Mit einer Vielzahl an verschiedenen Bäumen, Sträuchern und Stauden werden Gärten nicht nur für die kleinen Zorros zu einer Oase, sondern auch für viele andere Tiere und Pflanzen. Somit stärkt ein Gartenschläfer-Garten aktiv die Artenvielfalt und hilft dabei, sie zu erhalten.

Besonders heimische Pflanzen tragen zum Erhalt der hiesigen Flora und Fauna bei. Für Gartenschläfer besonders wichtig sind naturnahe Hecken. Dicht wachsend wird ihnen ein breites Nahrungsangebot und ein geeigneter Unterschlupf geboten.

Garten im Kleingartenverein Krautgärten in Kelkheim Wilde Ecken sind wichtig für den Gartenschläfer und andere Gartentiere.  (Foto: Sascha Apitz)

5 Gründe für den gartenschläferfreundlichen Garten

  • Jede*r kann schnell und einfach Artenschützer*in werden, indem er / sie dazu beiträgt, die bedrohten Gartenschläfer zu schützen!
  • Je mehr geeignete Habitate Bilche im Umfeld von Häusern haben, desto seltener weichen sie auf Ersatz-Unterschlüpfe in Häusern aus.
  • Jeder einzelne Gartenschläfer revanchiert sich, indem er sich um die Schnecken und Blattläuse im Garten kümmern wird – beide stehen ganz weit oben auf dem Speiseplan des Gartenschläfers und werden liebend gern verspeist.
  • Mit der richtig getroffenen Pflanzenauswahl können Sie zudem heimische, teils in Vergessenheit geratene Pflanzenarten kennenlernen und sich an ihrer Schönheit erfreuen.
  • Der gartenschläferfreundliche Garten wird dadurch nicht nur zum Paradies für die maskierten Helden, sondern auch für viele weitere Tiere. Damit wird ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt geleistet.


Fazit: Ein gartenschläferfreundlicher Garten bringt nur Vorteile. Er fördert die Artenvielfalt, zaubert Leben in die Gärten und weckt sicht- und hörbare Freude bei allen.

Naturnahes Gärtnern und Wilde Ecken

Wilde Ecke im Naturgarten Wilde (H)Ecken für mehr Artenvielfalt im Garten!  (Foto: Martin Valk)

Findet naturnahes Gärtnern Umsetzung  - durch wilde Ecken im Garten, aufgeschichtetes Totholz und durch Verzicht auf Pflanzenschutzmittel, Blaukorn und ähnliches – kommt Leben in die Gärten.

Für das Errichten Wilder Ecken im Garten genügt es, etwas Mut zur „Unordnung“ zu haben. Dafür muss nichts weiter getan werden, als das im Herbst anfallende Laub nicht zu entfernen, sondern in beruhigten Bereichen des Gartens anzuhäufen und gemeinsam mit beim Baumschnitt anfallendem Astwerk oder Totholz aufzuschichten. Bereits kleine Ecken, in denen sich Natur frei entwickeln darf, sind dafür ausreichend. Auf diese Weise kann dem Gartenschläfer ein Unterschlupf angeboten werden. Aber auch andere, Schutz suchende Tiere freuen sich darüber: In den Laubhaufen können zum Beispiel Igel ein geeignetes Versteck zum Überwintern finden, aber auch Reptilien und Amphibien freuen sich darüber.

Umsetzung

Ihr Kontakt:

Susanne Steib

Managerin Naturschutzprojekte
Geleitsstraße 14 60599 Frankfurt am Main E-Mail schreiben Tel.: 069 677 376 -16

Gartenschläfer im Porträt

 (Foto: Sven Büchner)

Um mehr über Gartenschläfer und ihre faszinierende Lebensweise zu erfahren, haben wir für Sie alles Wichtige unter Biologie & Lebensweise übersichtlich zusammengestellt.

Weiterführende Infos und Aktuelles zum Projekt "Spurensuche Gartenschläfer" finden Sie auch unter www.gartenschlaefer.de.

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