Pressemitteilung

Neuer Waldrand für die Wildkatze

27. November 2025 | Wildkatze, Wildkatzenwälder

Pflanzfest mit 160 Freiwilligen in Angelburg-Lixfeld

Zahlreiche Freiwillige haben Bäume und Sträucher für einen neuen Waldrand im Gemeindewald Angelburg-Lixfeld gefplanzt.  (Foto: Andrea Malkmus / BUND Hessen)

Rund 160 Freiwillige haben am Samstag, den 8. November 2025, im Gemeindewald Angelburg-Lixfeld 400 Bäume und Sträucher gepflanzt und damit gemeinsam an einem Ziel gearbeitet: neuen Lebensraum für die Wildkatze und weitere Tierarten zu schaffen. Zum Pflanzfest eingeladen hatten der hessische Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und die Naturschutzjugend (NAJU) Angelburg-Lixfeld, die durch das Forstamt Biedenkopf, die Gemeinde Angelburg und die Jägerschaft tatkräftig unterstützt wurden. Rahmengebend ist das BUND-Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“, das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert wird.

„Dass sich so viele Menschen an einem Herbsttag gemeinsam für die Wildkatze einsetzen, zeigt, wie sehr uns der Schutz unserer heimischen Natur verbindet“, erklärt Andrea Malkmus, Wildkatzen-Expertin im BUND Hessen. „Der neue Waldrand besteht aus heimischen, standortgerechten Laubbäumen und Sträuchern wie Holzapfel, Speierling, Feldahorn und Schwarzem Holunder. Diese Arten bieten Nahrung und Lebensraum für viele verschiedene Tierarten, darunter auch Mäusen, der Hauptbeute der Wildkatze.“

Jede Pflanze ein persönlicher Beitrag

Die NAJU Angelburg-Lixfeld initiierte die Pflanzaktion, nachdem die Gruppe von den Fördermöglichkeiten des BUND im Rahmen des Projekts „Wildkatzenwälder von morgen“ erfahren hatte. Um die Pflanzung persönlicher zu machen, erhielt jede Pflanze ein Holzschild mit einer individuellen Nummer und die Pflanzenden eine passende Urkunde. So kann der selbst gepflanzte Baum oder Strauch in den kommenden Jahren besucht und sein Wachstum beobachtet werden. Anna-Lena Krett, Verteterin der NAJU Angelburg-Lixfeld: „Diese Aktion zeigt, dass schöne Erlebnisse in der Natur und deren Schutz sich gut verbinden lassen – Kinder und Eltern hatten sichtlich viel Spaß beim Pflanzen.“

Gemeinsam angepackt

Das Forstamt Biedenkopf bereitete die Fläche vor und transportierte das Pflanzgut zum Ort des Geschehens. Auch Jagdpächter Jörg Schmidt und seine Kolleg*innen halfen tatkräftig mit: Sie sorgten für Verpflegung und werden den Verbissschutz für die jungen Pflanzen errichten, um sie vor hungrigen Tiermäulern zu schützen. Jörg Schwarz, Bürgermeister der Gemeinde Angelburg, lobte die gemeinschaftliche Aktion: „Ich bin begeistert, wie sich durch das Engagement der NAJU so viele aus der Bevölkerung haben aktivieren lassen, im Gemeindewald etwas für unseren Wald, die Wildkatze und viele weitere Tierarten tun zu. So wird unsere schöne Umgebung für Tiere und Menschen aufgewertet.“

Weitere Projekte geplant

Der BUND Hessen wird auch in Zukunft gemeinsam mit den Projektpartner*innen und mit Unterstützung von HessenForst, Kommunen und Privatwaldbesitzenden weitere Maßnahmen zur Förderung der Wildkatze im Gladenbacher Bergland und den angrenzenden Regionen planen und umsetzen.

Waldbesitzende und auch Freiwillige, die aktiv werden wollen, können sich bei Andrea Malkmus vom BUND Hessen melden: andrea.malkmus(at)bund-hessen.de 

 

Hintergrund

Das Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“ wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat ist Co-Förderer des Vorhabens. Der BUND Hessen arbeitet bei der Umsetzung eng mit seinen Partnern HessenForst, Regierungspräsidium Gießen und Naturpark Lahn-Dill-Bergland zusammen. Ziel ist es, die Wiederausbreitung der Wildkatze zu unterstützen und gleichzeitig Wälder als artenreiche und klimarobuste Lebensräume zu gestalten. Das sechsjährige Projekt setzen außer dem BUND Hessen der BUND-Bundesverband, die BUNDjugend und die BUND-Landesverbände Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen um.

 

 

Weitere Informationen:

Kontakt:

Pressestelle BUND Hessen

Andrea Mateja
069 677376 43
presse(at)bund-hessen.de
www.bund-hessen.de

BUND Landesverband Hessen e.V.
Geleitsstraße 14
60599 Frankfurt am Main 

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