BUND Landesverband
Hessen e.V.

Alle 2 Jahre ein neues Handy?

22. März 2022 | Ressourcen & Technik, Nachhaltigkeit

Am 3. April ist der Tag des Handys. Erfahren Sie in diesem BUND-Tipp, wie Ihr Gerät länger lebt und wo Sie ihr Altgerät abgeben können, damit es recycelt wird!

Reparaturen verlängern die Lebenszeit von Elektrogeräten und schonen dadurch Ressourcen.  (Foto: Tima Miroshnichenko / Pexels)

Erfreulicherweise hat sich der Trend zum Handy-Wechsel in den vergangenen Jahren gewandelt: Vor einigen Jahren war es noch üblich, sein Handy alle zwei Jahre gegen ein neues auszutauschen. Mittlerweile verwenden die Menschen in Europa ihr Handy im Schnitt ein Jahr länger. Da die Herstellung und Entsorgung von Mobiltelefonen viele Ressourcen verbraucht und das Klima belastet, begrüßt der hessische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Hessen) die längere Nutzungsdauer von Handys.

Zum Tag des Handys am 3. April gibt der BUND Hessen weitere Tipps für einen nachhaltigen Umgang mit Mobiltelefonen:

  1. Verwenden Sie Ihr Handy so lange wie möglich

  2. Achten Sie beim Kauf auf die Reparaturfähigkeit des Geräts

  3. Recyceln Sie Ihre alten, ausgedienten Handys

 

1. Handy-Lebenszeit verlängern

Am besten werden Ressourcen geschont, wenn ein Gerät möglichst lange genutzt wird. Die meisten Smartphones halten auch länger als sie aktuell durchschnittlich genutzt werden. Besonders wichtig ist der Schutz vor extremen Temperaturen oder Nässe.Eine Handyhülle schützt Ihr Gerät, wenn es aus der Hand oder vom Tisch fällt. Und nicht zuletzt sollten Sie die Empfehlungen des Herstellers für das korrekte Aufladen des Akkus befolgen, damit er möglichst lange hält.

2. Wenn‘s klemmt oder schwächelt: „Notfallbehandlung“ fürs Handy

Ein defektes Gerät nicht gleich durch ein neues ersetzen, besser erst einmal prüfen, ob es sich reparieren lässt. Bringen Sie Ihr Handy zur Behandlung zum „Handy-Doktor“ oder den Reparatur-Service des Herstellers. Oder Sie fragen in einem Repair-Café nach Hilfe für eine Reparatur.

Am häufigsten gehen bei Smartphones die Displays kaputt. Sie sind leicht austauschbar und kosten weniger als ein neues Gerät. Daneben zählen schwache Akkus, Home- oder Power-Buttons zu den gängigsten Defekten, die in der Regel durch eine Reparatur zu beheben sind. Bei einem ungewollten Wasserbad können Reiskörner helfen, um die Feuchtigkeit aus dem Gerät aufzunehmen. Dafür sollte das Handy ausgeschaltet und – wenn möglich – der Akku entnommen sein. Achten Sie bei der Handywahl zudem darauf, dass das Gerät leicht zu reparieren ist, z.B. durch einen wechselbaren Akku.

3. Raus aus der Schublade

Ist ihr Handy nicht mehr reparaturfähig, werfen Sie es nicht einfach weg oder verbannen es in Ihre Schublade! In den schätzungsweise rund 100 Millionen ausgedienten Althandys, die in Deutschlands Schubladen schlummern, sind 876 Tonnen Kupfer, 26 Tonnen Silber, 2,5 Tonnen Gold und andere Edelmetalle eingebaut. Diese Rohstoffe können recycelt und in neuen Geräten wiederverwendet werden. Würden alle Altgeräte aus Deutschlands Schubladenrecycelt werden, könnten rund 7 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

Daher empfiehlt der BUND Mobile-Box für eine Handy-Spende. Bei Sammelstellen vor Ort oder per Versand werden Altgeräte entgegengenommen und wenn möglich innereuropäisch wiederverwendet. Die übrigen Geräte werden umweltschonend recycelt. Zusätzlich spendet Mobile-Box bis zu 1 Euro für jedes gesammelte Mobiltelefon an lokale Umweltschutzprojekte des BUND.

 

 

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