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Pressemitteilung

Wasserstoff-Zukunftsgesetz der FDP Fraktion im Hessischen Landtag – BUND fordert Ende der Blockade des Windenergieausbaus durch die FDP

11. Juni 2021 | Energiewende

Die Wasserstoffstrategie der hessischen FDP ist solange eine Luftnummer, wie der für die Erzeugung des Wasserstoffs erforderliche Ausbau der erneuerbaren Energien in Hessen nicht schnell genug vorankommt.

(Grafik: BUND Hessen)

Frankfurt am Main, Pressemitteilung vom 11. Juni 2021

Für den hessischen Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Hessen) bleibt die Wasserstoffstrategie der hessischen FDP solange eine Luftnummer, wie der für die Erzeugung des Wasserstoffs erforderliche Ausbau der erneuerbaren Energien in Hessen nicht schnell genug vorankommt.

Dr. Werner Neumann, BUND-Energieexperte im Landesvorstand stellt dazu fest: „Wer Wasserstoff haben will, muss massiv Photovoltaik und Windenergie in Hessen ausbauen. Die hessische FDP blockiert jedoch den Windenergieausbau und setzt anscheinend auf Wasserstoffimporte aus fernen Ländern. Das ist nicht zukunftsfähig.“

Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien gehört für den BUND Hessen zu einer „echten“ Energiewende die Halbierung des derzeitigen Energieverbrauchs. Wasserstoff ist ein teurer Energieträger, der zielgerichtet eingesetzt werden muss und nicht verschwendet werden darf. Für die Erzeugung einer Kilowattstunde künstlichen Kraftstoffs werden drei bis vier Kilowattstunden Strom benötigt. Der Stromeinsatz pro km bei Brennstoffzellenantrieben mit Wasserstoff ist viermal so hoch wie für Elektrofahrzeuge mit direkter Stromnutzung durch Batterien.  

Neumann: „Die Vorstellung der hessischen FDP, große Teile des Energiebedarfs auf Wasserstoff umzustellen, ohne zu überlegen, woraus dieser erzeugt werden soll, lässt an der energiewirtschaftlichen Kompetenz der FDP erhebliche Zweifel aufkommen. Wasserstoff macht nur dort Sinn, wo andere Energiekonzepte nicht umgesetzt werden können. Wasserstoff ist alles andere als ein „perpetuum mobile“ der Energiewende.“ 

Der BUND ist im Nationalen Wasserstoffrat und im Kopernikus Projekt „Power to X“ beteiligt und setzt sich dort für Konzepte für eine gezielte, sparsame Nutzung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien ein.

 

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