Pressemitteilung

Neues Info-Schild am Wildkatzenwald in Lixfeld

08. Juli 2026 | Wildkatze, Wildkatzenwälder

Im Winter 2025 erhielt der Waldrand in Lixfeld rund 400 neue Bäume und Sträucher - möglich gemacht durch das BUND-Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“.

Zu sehen sind Menschen, die sich für ein Gruppenfoto aufgestellt haben, darunter Anna-Lena Krett (Naju Lixfeld, 2. v.li. hinten), Andrea Malkmus (BUND Hessen), Lixfelder Jagdgenossen, Bürgermeister Jörg Schwarz (6. v.li.), Simon Kröger und Mara Backhaus (HessenForst), Eltern und Kinder der Naju-Gruppe Bei der Einweihung der neuen Infotafel: Anna-Lena Krett (Naju Lixfeld, 2. v.li. hinten), Andrea Malkmus (BUND Hessen), Lixfelder Jagdgenossen, Bürgermeister Jörg Schwarz (6. v.li.), Simon Kröger und Mara Backhaus (HessenForst), Eltern und Kinder der Naju-Gruppe  (Foto: Sascha Valentin)

Im Winter 2025 schwangen über 160 Lixfelder den Spaten und pflanzten rund 400 Bäume und Sträucher. Das Ziel: einen vielfältigen Waldrand für die Wildkatze zu schaffen. Die neuen Pflanzen trotzen der Trockenheit und entwickeln sich prächtig. Damit sich Waldbesuchende zukünftig über den neu gepflanzten Wildkatzenwald und das Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“ informieren können, stellte der BUND am 22. Juni eine Tafel auf. Eine ansprechende Illustration zeigt diverse Strukturen eines naturnahen Waldrands – ein echter Hotspot der Artenvielfalt. Die Kooperationspartner der Pflanzaktion, Andrea Malkmus vom hessischen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Hessen), die Naturschutzjugend (NAJU) Lixfeld,  Mara Backhaus und Simon Kröger von HessenForst, Bürgermeister Jörg Schwarz sowie Vertreter aus der Jägerschaft, weihten die Tafel trotz Hitze gebührend an der Höhe 500 am „Wachthaus“ südlich Angelburg-Lixfeld ein. Möglich gemacht wurde die Neupflanzung und das Setzen der Infotafel durch das BUND-Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“.

Andrea Malkmus, BUND Hessen: „Als BUND erfreuen wir uns der tatkräftigen Unterstützung der NAJU-Kinder, vieler Bürgerinnen und Bürger aus Lixfeld, HessenForst und der Jägerschaft. Das Engagement und die Zusammenarbeit vor Ort sind wirklich herausragend und bereiten allen viel Freude. Wir hoffen, dass zukünftig weitere Menschen ihren Wald wildkatzengerecht umgestalten. Wir stehen bereit, um zu unterstützen!“

Simon Kröger, kommissarischer Revierleiter Steffenberg-Angelburg: „Der neue Waldrand mit verschiedenen Arten von Laubbäumen und Sträuchern schützt den Wald vor etwaigen Umwelteinflüssen. Er macht ihn widerstandsfähiger gegen den Klimawandel und weniger anfällig für Schädlinge. So bleibt er hoffentlich für viele Jahrzehnte erhalten.“

Auf der Fläche wuchsen bisher Fichten, die jedoch der Trockenheit der vergangenen Jahre und dem dadurch begünstigten Borkenkäferbefall zum Opfer fielen. Mit einer finanziellen Förderung aus dem BUND-Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“ konnte bei einer Pflanzaktion der neue Waldrand etabliert und das angrenzende Waldstück durch HessenForst wieder mit Mischwald aus Birke und Lärche bepflanzt werden. Die Jägerschaft versah die Einzelpflanzen am Waldrand bereits im letzten Jahr mit einem Schutz gegen den Verbiss durch hungrige Rehe. Im Waldstück oberhalb des Waldrandes wurde Totholz als Versteckmöglichkeiten für Tiere belassen. Spontan aufwachsende Sträucher dienen Wildtieren ebenfalls als Deckung. So werden über die Jahre vielfältige Strukturen entstehen, die nicht nur der Tierwelt, sondern auch dem Wald guttun.

Der BUND wird noch bis 2028 gemeinsam mit den Projektpartner*innen Regierungspräsidium Gießen, Naturpark Lahn-Dill-Bergland, HessenForst, Kommunen und Privatwaldbesitzenden weitere Maßnahmen zur Förderung der Wildkatze im Projektgebiet Gladenbacher Bergland und angrenzende Bereiche planen und umsetzen. „Wir freuen uns sehr über das Engagement der Waldbesitzenden und laden weitere Interessierte dazu ein, bei unserem Projekt mitzuwirken“, ermuntert Andrea Malkmus.

Waldbesitzende, die Interesse an der Mitwirkung haben, können sich bei ihr melden: andrea.malkmus(at)bund-hessen.de 


Hintergrund:

Das Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“ wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz, und nukleare Sicherheit gefördert. Das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU) ist Co-Förderer des Vorhabens. Der BUND Hessen arbeitet bei der Umsetzung eng mit seinen Partnern HessenForst, Regierungspräsidium Gießen und Naturpark Lahn-Dill-Bergland zusammen. Ziel ist es, die Wiederausbreitung der Wildkatze zu unterstützen und gleichzeitig Wälder als artenreiche und klimarobuste Lebensräume zu gestalten. Neben Hessen beteiligen sich auch die BUND-Landesverbände Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am Projekt.

Mehr zum Projekt unter www.bund-hessen.de/wildkatzenwaelder 

 

Bildmaterial:

 

Kontakt:

 

Pressestelle BUND Hessen

Andrea Mateja
Tel.: 069 677376 43
E-Mail: presse(at)bund-hessen.de
Web: www.bund-hessen.de/presse

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Landesverband Hessen e.V.

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