Gute Laune beim Pflanzen des neuen Waldrands im Stippbachtal
(Foto: BUND Hessen)
Zum Internationalen Tag des Waldes luden das Forstamt Wetzlar und der hessische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am 21. März zu einer Pflanzaktion für die Wildkatze ein. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen fanden sich am Morgen 20 gut gelaunte Menschen im Stippbachtal ein, um den Spaten zu schwingen. Das Ziel: einen abwechslungsreichen, artenreichen Waldrand dort pflanzen, wo vorher hauptsächlich Douglasien wuchsen. Nach einer kurzen Einweisung ginges los: Rund 200 Setzlinge von Feldahorn, Eberesche, Hainbuche, Wildapfel, Schneeball und Co. brachten die Freiwilligen in den Boden, die sie anschließend mithilfe eines Drahtgitters vor gierigen Tiermäulern schützten.
Andrea Malkmus, Projektmitarbeiterin im Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“ beim BUND Hessen: „Noch sind die Bäumchen und Sträucher klein. Doch in einigen Jahren werden sie einen strukturreichen Waldrand bilden, welcher der Wildkatze ein gutes Jagdgebiet und weiteren Arten einen wertvollen Lebensraum bietet.“
Das Forstamt Wetzlar, das ein wichtiger Partner im Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“ ist und sich seit vielen Jahren für Naturschutzmaßnahmen im Wald einsetzt, hatte die Fläche vorbereitet und die Pflanzen besorgt. „Wir freuen uns sehr, wenn wir mit solchen Aktionen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können: Einerseits stärken wir die Widerstandsfähigkeit des Waldes gegenüber Extremwetterereignissen, andererseits bringen wir Menschen diesen wunderbaren Lebensraum und seine Schutzwürdigkeit näher,“ erklärt Johannes Volkmar vom Forstamt Wetzlar.
Nach einer kleinen Stärkung in der Mittagspause wurde dann gemeinsam ein ganz besonderes Objekt eingeweiht: eine Infotafel, montiert auf einem Kunstwerk eines lokalen Kettensägenkünstlers. So können sich die Waldbesuchenden im Stippbachtal zukünftig nicht nur über die Besonderheiten von Waldrändern informieren, sondern auch noch Kunst aus Holz bestaunen. „Wir sind begeistert und bedanken uns für diese ganz besondere Art der Präsentation“, sagt Andrea Malkmus.
Hintergrund
Damit sich die immer noch seltene Wildkatze weiterhin erfolgreich ausbreiten kann, wertet der BUND mit seinen Kooperationspartner*innen im Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“ mit gezielten Maßnahmen im Wald die Lebensräume der Wildkatze auf. Strukturreiche Waldränder helfen auch dabei, den Wald besser vor Stürmen und Austrocknung zu schützen.
Das Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“ wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Das Land Hessen ist Co-Förderer des Vorhabens. Die Kooperationspartner sind HessenForst, das Regierungspräsidium Gießen und der Naturpark Lahn-Dill-Bergland. Ein Kernbereich des Projekts bildet der Staatswald des Forstamtes Wetzlar in der Region „Hörre“. Neben Hessen beteiligen sich noch neun weitere BUND-Landesverbände sowie die BUNDjugend an dem Projekt.
Weitere Informationen:
- BUND Hessen: Wildkatzenwälder in Hessen
- BUND: Wildkatzenwälder von morgen
- Bundesamt für Naturschutz: Bundesprogramm Biologische Vielfalt
- HessenForst / Forstamt Wetzlar
Pressefotos:
- Einweihung Infotafel auf Holzkunstwerk (© BUND Hessen)
- Gute Laune beim Pflanzen (© BUND Hessen)
- Wildkätzchen mit Mutter (© Helmut Weller)
Pressestelle BUND Hessen
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