BUND Landesverband
Hessen e.V.

Pressemitteilung

BUND lehnt Forderungen der IHK Hessen nach weiterem Flächenverbrauch ab

13. Februar 2020 | Flächenschutz, Lebensräume

Die Hessische IHK fordert u.a. mehr Bauflächen, die Senkung der Baustandards und Beschleunigung der Verfahren. Der BUND lehnt solche Forderungen ab, denn die bisherige Wirtschaftsweise zerstört die natürlichen Lebensgrundlagen. Ziel sollte eine Wirtschaftsweise sein, die im Einklang mit Natur und Umwelt steht.

Umweltschutz und wirtschaftliche Entwicklung sind keine Gegensätze, sondern bedingen einander. (Foto: Niko Martin)

Der hessische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) lehnt Forderungen, wie jene der Hessischen IHK, nach mehr Bauflächen, Senkung der Baustandards und Beschleunigung der Verfahren strikt ab. „Das Hessische Nachhaltigkeitsziel beim Flächenverbrauch von 2,5 Hektar bis 2020 muss eingehalten werden“, fordert der Landesvorsitzende, Jörg Nitsch.

Der BUND Hessen fordert eine Abkehr von der bisherigen Wirtschaftsweise und einen Übergang zur GREEN ECONOMY, die sich innerhalb der ökologischen Leitplanken bewegt und das Naturkapital erhält.

„Die bisherige Wirtschaftsweise zerstört ersichtlich die natürlichen Lebensgrundlagen und den Wohlstand kommender Generationen. In Zeiten der dadurch verursachten Klimaerwärmung und des damit verbundenen massiven Rückgangs der biologischen Vielfalt, wiegen die Folgen von Waldabholzungen, der Verlust von Biotopen und fruchtbarer Ackerböden besonders schwer“, erklärt Nitsch. 

Daher führen die Forderungen der Hessischen IHK nach weiterem Bauland für neue Stadtteile, Industrie- und Gewerbeparks in den hessischen Oberzentren und der Metropolregion Rhein-Main in eine ökologische Sackgasse. Der BUND plädiert dem gegenüber für eine maßvolle Innenverdichtung durch Aufstockungen und Umnutzungen im Städtebaulichen Bestand. Die im Positionspapier der HIHK geforderte Verlängerung des ausgelaufenen § 13 b BauGB lehnt der BUND vehement ab, da er zu einer geringeren Berücksichtigung von Naturschutz- und Umweltbelangen bei Bauvorhaben im städtebaulichen Randbereich führt und so den bestehenden ökologischen Problemen weiter Vorschub leistet.

„Ziel sollte eine Wirtschaftsweise sein, die im Einklang mit Natur und Umwelt steht. Dies wäre die logische Schlussfolgerung aus der Erkenntnis, dass Umweltschutz und wirtschaftliche Entwicklung keine Gegensätze sind, sondern einander bedingen“, Nitsch weiter.

 

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