BUND Landesverband
Hessen e.V.

Pressemitteilung

BUND-Kommentar zur Entwicklung des Windkraftausbaus

26. Januar 2021 | Klimawandel, Energiewende

Am 26.01.21 wurden die Zahlen zum Ausbau der Windenergie in Deutschland veröffentlicht. Der BUND fordert eine schnellere Energiewende, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Windpark auf einem Feld. (Foto: Lynn Anders)

Frankfurt am Main, BUND-Kommentar vom 26. Januar 2021

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Hessen reagiert auf die heute veröffentlichten Zahlen zum geringen Ausbau der Windkraft in Deutschland mit der Forderung nach einer schnelleren Energiewende. Jörg Nitsch, Vorsitzender des BUND Hessen: „Wer Menschen und Natur vor den Folgen der Klimaerhitzung schützen will, der muss sich für eine schnelle Energiewende einsetzen und die kann es nach den einschlägigen Studien nur mit einem deutlichen Ausbau der Windkraft geben.“

Die lange sommerliche Trockenheit und die zu geringen Niederschläge der letzten Jahre führen bereits zum kleinräumigen Kollaps von Ökosystemen. Der Klimawandel ist die Ursache für das Absterben ganzer Waldabteilungen auf vielen Tausend Hektar und er führt dazu, dass Oberläufe in vielen hessischen Flüssen in den letzten Sommern trocken fielen.

Bereits vor einem Jahr hatte der Vorsitzende des BUND gefordert, dass Energieeinsparung und der Ausbau erneuerbarer Energien Hand in Hand gehen müssen. Notwendig ist eine jährliche Minderung des Stromverbrauchs um 2 %, ein Ausbau der Windenergie durch jährlichen Zubau von mindestens 140 Anlagen. Außerdem ist eine Verfünffachung des jährlichen Ausbaus der Photovoltaik und der Solarthermie in Hessen notwendig.

Deutliche Mängel sieht der BUND immer noch bei den Rahmenbedingungen für den Ausbau der Windenergie auf Bundesebene. Gabriela Terhorst, stellvertretende Vorsitzende des BUND Hessen: „Die Reformen des EEG auf Bundesebene reichen immer noch nicht aus. Der BUND hat immer gefordert, dass kleinere Windparks insbesondere der Bürgerenergie eine Festvergütung bekommen und keine Ausschreibungsverfahren durchlaufen müssen.“ Wichtig ist speziell für Hessen, dass auf dem Erlasswege in den Genehmigungsverfahren klare und landesweit einheitliche Regelungen für den Umgang mit den Fragen des Umwelt- und Naturschutzes gesichert werden.

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