BUND Landesverband
Hessen e.V.

Pressemitteilung

BUND-Kommentar: HIHK sendet falsches Signal zulasten notwendiger Klimaschutzmaßnahmen

29. Mai 2020 | Ressourcen & Technik, Klimawandel

Jörg Nitsch, Landesvorsitzender BUND Hessen (Foto: Niko Martin)

Jörg Nitsch, Vorsitzender des BUND Hessen, reagiert auf die HIHK-Kommentierung vom 26. Mai 2020 anlässlich des Berichts über die Treibhausgasemissionen im Jahr 2018 in Hessen:

„Die Zahlen zeigen, dass in den vergangenen Jahren durchaus Fortschritte bei der Reduktion von CO2-Emissionen in Hessen gemacht wurden. Allerdings sind sie unzureichend, denn so wird Hessen seinen notwendigen Beitrag zum Erreichen der Pariser Klimaziele nicht leisten können. Wenn der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) der Meinung ist, dass mehr klima- und umweltpolitische Vorgaben schädlich für die Wirtschaft seien, lässt dies vermuten, dass der HIHK das Ausmaß der Klimakrise nicht begriffen hat und das Bekenntnis der hessischen Wirtschaft „zum Klimaschutz“ nicht viel mehr als ein Lippenbekenntnis ist. Dringend erforderlich ist, dass jetzt die Weichen für mehr Klimaschutz so gestellt werden, dass Wirtschaft und Gesellschaft klimafreundlicher, gerechter und krisensicherer werden. 

Die Klimakrise hat ebenso wie die Corona-Krise massive gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen. Die Zeit drängt, denn es bleibt nicht mehr viel Handlungsspielraum, um die Erderwärmung auf ein gerade noch zu tolerierendes Maß zu begrenzen. Für Fehlinvestitionen ist längst keine Zeit mehr. Besonders wichtig ist es, verbindliche Ziele zu setzen, – die auch Verbote und Auflagen beinhalten – um die notwendige Klimaneutralität zu erreichen. Es ist nicht ausreichend, allein auf Selbstverpflichtung und Anreize zu setzen, wenn die Zeit davon läuft.“ 

 

Pressestelle BUND Hessen

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