BUND Landesverband
Hessen e.V.

Pressemitteilung

BUND fordert erheblich größere Anstrengungen der Landesregierung für die Energiewende / Hessen im Länderranking Ausbau Erneuerbarer Energien 2019 nur auf Platz 12

28. November 2019 | Energiewende, Klimawandel

Der BUND Hessen zeigt mit seiner „Kraft-Wärme-Kopplung-Kampagne”, wie in Gewerbe und Wohnblocks Strom und Wärme effizient erzeugt werden können.

Montage einer Photovoltaik-Dachanlage (Foto: Maria Godfrida / Pixabay)

Der hessische Landesverband des BUND ist besorgt über das schlechte Abschneiden Hessens beim Länderranking Ausbau Erneuerbarer Energien 2019, das vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und anderen Instituten veröffentlicht worden ist.

Alarmierend ist für den BUND der Befund, dass Hessen eines von sechs Bundesländern ist, in denen die energiebedingten Emissionen in den Jahren 2013–2016 angestiegen sind.

Werner Neumann, energiepolitischer Sprecher des BUND: „Auch wenn Hessen sich gegenüber dem letzten Länderranking um zwei Plätze verbessern konnte, zeigt das aktuelle Analyseergebnis, dass nach wie vor große Spielräume für eine Ausweitung der Energiewende durch das Land Hessen bestehen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Hessen stockt auf niedrigem Niveau. So sind nur 14,1 % der Photovoltaik-Potentiale, nur 11,6% der möglichen Windstromerzeugung und nur 2,4% der Solarwärmeerzeugung erreicht. Wenn die Landesregierung nicht unverzüglich nachsteuert, sind die selbstgesteckten Reduktionsziele der CO2-Emissionen bis 2020 um 30 % und bis 2025 um 40 % gegenüber 1990 nicht mehr zu erreichen.“

Nach Auffassung des BUND müssen Energieeinsparung und Ausbau erneuerbarer Energien Hand in Hand gehen, durch eine jährliche Minderung des Stromverbrauchs um 2 %, einen Ausbau der Windenergie in Hessen durch jährlichen Zubau von mindestens 140 Anlagen und eine Verdreifachung des jährlichen Ausbaus der Photovoltaik und der Solarthermie.

Werner Neumann: „Das Land Hessen sollte endlich die im Koalitionsvertrag angekündigten Pakete für Photovoltaik und den dort angekündigten „neuen Schwerpunkt Energieeinsparung“ auf den Weg bringen. Wir brauchen flächendeckend Energieberatungsstellen, damit von Haus zu Haus Sanierungsfahrpläne für Gebäude und deren solare Energieversorgung erstellt werden können. Besonders wichtig für eine soziale Energiewende in Hessen wäre, den Stromspar-Check der Caritas in allen Städten und Landkreisen einzuführen“.

Der BUND Hessen zeigt mit seiner „Kraft-Wärme-Kopplung-Kampagne“, wie in Gewerbe und Wohnblocks Strom und Wärme effizient erzeugt werden können, um so Kohle- und Atomkraftwerke schneller zu ersetzen. Werner Neumann: „Die Technik ist da, sie muss nun endlich umgesetzt werden.“
 

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