Pressemitteilung

Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Pariser Klimaabkommens: Hessen gibt beim Klimaschutz ein trauriges Bild ab

02. November 2026 | Klimawandel

BUND Hessen fordert die hessische Landesregierung dazu auf, die beschlossenen Maßnahmen zum Klimaschutz endlich umzusetzen.

 (Foto: Jörg Farys / BUND)

Am 4. November 2026 jährt sich das Inkrafttreten des Pariser Klimaabkommens zum zehnten Mal. Das internationale Abkommen markiert einen Meilenstein im Kampf gegen die Erderwärmung. Doch zehn Jahre nach diesem historischen Schritt ist es zu einer Herkulesaufgabe geworden, die vereinbarten Klimaziele zu erreichen und unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen. Das 1,5-Grad-Ziel gilt in Wissenschaftskreisen bereits als verfehlt.

Der hessische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Hessen) fordert die Landesregierung dazu auf, die beschlossenen Klimaschutzmaßnahmen endlich konsequent umzusetzen und den Schutz von Natur, Umwelt und Artenvielfalt wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

Gabriela Terhorst, stellvertretende Vorsitzende des BUND Hessen: „Klimaschutz beginnt auch vor unserer hessischen Haustür. Ob beim Schutz unserer Wälder und Moore, bei der Gebäudedämmung, beim Tempolimit oder dem Ausbau erneuerbarer Energien – Hessen muss jetzt entschlossen handeln. Wir brauchen kein Klimagesetz im Konjunktiv und leere Versprechen.“

Die Folgen des Klimawandels sind auch in Hessen deutlich spürbar: Hitzewellen gefährden die Gesundheit der Menschen und haben insbesondere im vergangenen Sommer zahlreiche Todesopfer gefordert. Doch die extreme Hitze setzt nicht nur den Menschen zu. Auch Tiere und Pflanzen leiden unter den hohen Temperaturen; ganze Ökosysteme geraten aus dem Gleichgewicht. Anhaltende Trockenheit und steigende Temperaturen setzen zudem Wälder und Gewässer unter Druck. Hinzu kommen wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe. Der BUND Hessen fordert daher eine Politik, die Klimaschutz, Naturschutz und die Anpassung an den Klimawandel gemeinsam voranbringt.

„Zehn Jahre nach Paris gilt mehr denn je: Die Ziele sind gesetzt, die Umsetzung kann nicht warten. Es geht um den verfassungsrechtlich verankerten, garantierten Schutz unserer Natur und eine lebenswerte Zukunft in Hessen“, appelliert Jörg Nitsch, Vorsitzender des BUND Hessen.

 

Pressestelle BUND Hessen

Andrea Mateja 
Tel.: 069 677376 43 
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