Wildkätzchen am Waldboden

Wildkätzchen im Wald lassen!

Im Frühjahr kommt es immer wieder vor, dass Wandernde Wildkätzchen im Wald finden und mit nach Hause nehmen, da sie die Jungtiere für ausgesetzte Hauskätzchen halten. Warum das schwerwiegende Folgen für die Wildtiere haben kann und wie Sie sich am besten verhalten, erfahren Sie hier!

Drei Wildkätzchen sitzen beisammen. Wildkätzchen sehen Hauskätzchen zum Verwechseln ähnlich.  (Foto: Thomas Stephan)

Im Frühjahr, wenn die Wildkatzen ihren Nachwuchs zur Welt bringen, kommt es immer wieder vor, dass die Jungen von Wanndernden mitgenommen werden. Die Tierfreunde halten sie für ausgesetzte Hauskätzchen. Das kann jedoch tödliche Folgen haben. Der BUND Hessen appelliert daher eindringlich: Graugetigerte Kätzchen im Wald bitte nicht anfassen oder mitnehmen.

Zum Verwechseln ähnlich

Wildkatzen sehen graugetigerten Hauskatzen ähnlich. Zudem lässt das alleinerziehende Muttertier seine Jungen während der Mäusejagd im Versteck zurück. Werden die neugierigen Jungtiere beim Spielen entdeckt, wirkt es oft so, als seien sie hilflos verlassen.

Doch wenn der Mensch jetzt hilft, kann das gefährlich für die Jungtiere werden: Wird ein gesundes Wildkätzchen mitgenommen, sinken seine Überlebenschancen drastisch. Die Tiere sind sehr empfindlich, vertragen kein übliches Katzenfutter und können sich schnell mit Krankheiten von Hauskatzen infizieren.

Die Europäische Wildkatze ist zwar im Aufwärtstrend. Doch gerade in Regionen mit kleinen oder noch instabilen Beständen kann jede Entnahme die Ausbreitung der Art gefährden.

Tipp: Was Sie tun können, wenn Sie Wildkätzchen entdecken

Wer vermeintlich verlassene Jungtiere findet, sollte sich zunächst leise wieder entfernen. Wichtig ist, nach etwa sechs bis zwölf Stunden erneut zu prüfen, ob die Kätzchen noch da sind. Wenn das der Fall ist: Bitte rufen Sie das BUND-Notfalltelefon oder eine örtliche Wildtierauffangstation an.

Nur wenn Jungtiere offensichtlich in Not sind, sollte man direkt eingreifen. Das kann nötig sein, wenn sie beispielsweise verletzt sind oder laut schreiend dem Menschen hinterherlaufen. Wildkatzen sind deutschlandweit streng geschützt. Die Mitnahme von Jungtieren aus der freien Natur und ihre Haltung in Privathaushalten ist daher verboten. 

  • Notfalltelefon im Wildkatzendorf Hütscheroda: 
    Täglich von 10 bis 18 Uhr erreichbar unter: 
    036254 / 86 51 80
     

Hilfe zur richtigen Entscheidung

Um Verwechslungen zu vermeiden, stellt der BUND Informationsmaterialien, Videos und einen Handlungsleitfaden zur Verfügung. Diese zeigen, wie Wild- und Hauskatzen unterschieden werden können und was im Ernstfall zu tun ist:

Weitere Tipps erhalten Sie außerdem im Projekt "Vorsicht Wildkatze", an dem sich auch der BUND Hessen beteiligt. Das Projekt infomiert ausführlich, wie man sich bei einer Begegnung mit möglichen Wildkatzen richtig verhält. 

BUND-Plakat-Aktion

Vielleicht sind Sie unseren Wildkatzen-Plakaten schon begegnet?

Gemeinsam mit Naturparken in Hessens Wildkatzengebieten informieren wir an Wander-Parkplätzen über mögliche Begegnungen mit Wildkätzchen und wie Sie sich verhalten sollten.

Herausforderungen bei der Wildkätzchen-Pflege

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Hessens Wildkatzen brauchen unsere Hilfe! Ausgeräumte Ackerflächen, Straßen und Siedlungen zerschneiden ihre Lebensräume. Nur gemeinsam können wir das Rettungsnetz für die Wildkatze umsetzen. Mithilfe Ihrer Spende pflanzen wir Wanderkorridore, erforschen das hessische Wildkatzenvorkommen und informieren bei Infoständen und Kinderaktionen.

Ihr Kontakt:

Portrait Susanne Schneider

Susanne Schneider

Managerin Naturschutzprojekte
Geleitsstraße 14 60599 Frankfurt am Main E-Mail schreiben Tel.: 069 677 376 -16

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Das Notfalltelefon im Wildkatzendorf ist täglich von 10-18 Uhr telefonisch erreichbar:

Tel. 036254 / 86 51 80

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