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BUND Landesverband
Hessen e.V.

Vogelfreundliche Aussicht: Gemusterte Fenster gegen Vogelschlag

08. April 2020 | Biologische Vielfalt, Lebensräume

Kollisionen mit Glasflächen sind in Deutschland eine der größten Gefahren für Vögel – häufig mit Todesfolge. Glas ist ein unsichtbares Hindernis, da es entweder transparent ist oder die Umgebung widerspiegelt. Mit einem geeigneten Muster an den Scheiben kann man Vogelschlag vermeiden.

Durch Vogelschlag verunglückte Tannenmeise. (Foto: Nadine Schubert)

Genau wie wir Menschen können Vögel Glas nicht gut wahrnehmen, da es entweder transparent ist oder die Umgebung widerspiegelt. Vogelschlag ist daher kein Einzelfall: Jeden Tag sterben Tausende Vögel durch Genick- oder Schädelbruch beim Anflug an Fenster oder Glasscheiben, z. B. von Bushaltestellen. Auf über 100 Millionen Vögel schätzen die Vogelschutzwarten die Verluste. Dabei kann man den Vogel-Killer Glasscheibe entschärfen: „Hochwirksame Muster“ machen Glas für Vögel sichtbar. Wichtig dabei: die Anwendung der österreichischen Norm „ONR 191040“. Die Muster können entweder direkt in der Scheibe eingearbeitet (z.B. durch Sandstrahlung) oder nachträglich als Folie aufgeklebt werden. Die Muster sind dabei vielfältig – von Linien, über Punkte bis hin zu Wellen. Auch Firmenlogos können individuell bei der vogelsicheren Glasgestaltung eingebaut werden.

Natürlich kann man ein Muster auch selbst auf das Fenster malen, z. B. als Gittermuster:

Vertikale Linien können zum Beispiel 5 Millimeter dick sein und maximal in einem Abstand von 10 Zentimetern stehen. Bei horizontalen Linien sollte es noch weniger sein, damit auch kleine Vögel nicht glauben, dass sie hindurchfliegen könnten. Horizontale Linien können 3 Millimeter dick sein bei 3 Zentimetern Abstand, oder 5 Millimeter breit bei 5 Zentimetern Abstand. Farben wie Schwarz, Weiß, Orange oder Rot eignen sich am besten.

Damit die Spiegelung unterbrochen wird und Vögel die Muster als sichtbares Hindernis wahrnehmen, sollten die Muster unbedingt von außen auf die Scheiben aufgetragen werden.

 

Weitere Informationen:

 

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