BUND Landesverband
Hessen e.V.

Lidschatten ohne Parabene

07. Oktober 2020 | Chemie

Der ToxFox findet schädliche Stoffe in Kosmetik. (Foto: Kamboopics / Pexels; CC0)

Bei allen, die im Alltag gerne Make-up verwenden, haben Lidschatten und Wimperntusche in Zeiten der Mund-Nase-Bedeckung Hochkonjunktur, da die untere Gesichtshälfte von der Maske verdeckt wird. Doch häufig enthält Augen-Make-Up gesundheitsschädliche Parabene wie zum Beispiel Propyl- oder Butylparaben. Zahlreiche Produkte enthalten sogar einen Mix aus gleich mehreren Parabenen.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Kosmetikprodukte Schadstoffe wie zum Beispiel Parabene enthalten, gibt die kostenlose Smartphone-App ToxFox vom BUND Auskunft, indem Sie den Barcode der Produkte einfach scannen. Dafür gibt es einen guten Grund, denn Parabene sind schädlich für die Gesundheit: Sie werden über die Haut aufgenommen und ahmen im Körper die Wirkung von Hormonen wie Östrogen nach. So können sie das Hormonsystem stören, was die Fortpflanzung gefährden kann.

Parabene wirken stark antibakteriell und werden daher als Konservierungsmittel in zahlreichen Körperpflegeprodukten eingesetzt – neben Lidschatten und Wimperntusche auch in Feuchtigkeitscremes, Sonnenmilch oder Duschgel. Sie kommen sehr häufig zum Einsatz, weil sie günstig sind und seltener allergische Reaktionen hervorrufen als andere Konservierungsmittel. Durch ihre hormonähnliche Wirkung können sie allerdings auch zu einem verfrühten Einsetzen der Pubertät führen und erhöhen das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Mehrere Studien haben eine erhöhte Konzentration im Tumorgewebe bei Brustkrebspatientinnen nachgewiesen. Zudem zeigen Studien, dass sich die Konzentration von Parabenen im menschlichen Blut stark senken lässt, wenn ausschließlich Produkte ohne Parabene verwendet werden.

 

Weitere Informationen

Der ToxFox gibt mit der „Giftfrage“ auch Auskunft zu anderen Alltagsprodukten wie Spielzeug, Haushaltswaren, Möbeln, Teppichen, Sportschuhen, Textilien und elektronischen Geräten.

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