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BUND Landesverband
Hessen e.V.

Pressemitteilung

„Der Wolf wird zum Sündenbock” – BUND Hessen lehnt Erleichterung von Wolfsabschüssen ab

04. März 2019 | Biologische Vielfalt, Naturschutz

Der hessische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland lehnt die von Bundesumweltministerin Svenja Schulze angekündigte Erleichterung von Wolfsabschüssen ab.

Wolf-Portrait (Foto: Niko Martin)

Der hessische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) lehnt die von Bundesumweltministerin Svenja Schulze am Wochenende angekündigte Erleichterung von Wolfsabschüssen ab. „Die Umweltministerin macht den Wolf zum Sündenbock”, kritisiert Jörg Nitsch, Vorsitzender des BUND Hessen. „Wir brauchen einen konsequenten Herdenschutz und nicht mehr Abschussgenehmigungen für Wölfe. Wenn die Umweltministerin nun den Abschuss von Wölfen propagiert statt sich konsequent für die Honorierung der ökologischen Leistungen der Weidetierhaltung und insbesondere der Schäferinnen und Schäfer einzusetzen, dann lenkt sie von dem eigentlichen Skandal, der verfehlten Agrarpolitik, ab.”

Verärgert ist der BUND Hessen auch darüber, dass die Ministerin mit ihren Äußerungen suggeriere, dass von Wölfen eine Gefahr für Menschen ausginge, die eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes erforderlich mache. Diese Darstellung ist für den BUND Hessen eindeutig falsch und reiner Populismus auf Kosten des Wolfs. Der Verband verweist in diesem Zusammenhang auf die Pressemitteilung der Bundesumweltministerin vom 18.02.2019. Damals hatte die Ministerin erklärt:
„Die Sicherheit der Menschen hat immer oberste Priorität. Seit der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland hat es keinen einzigen Angriff auf Menschen gegeben. Wenn Wölfe Menschen zu nahe kommen, können sie bereits heute abgeschossen werden.”
 

Weitere Informationen

  • Pressekontakt:
    Thomas Norgall, stellv. Landesgeschäftsführer / Naturschutzreferent BUND Hessen, Tel. 0170 22772381
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