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BUND Landesverband
Hessen e.V.

Pressemitteilung

Tag des Zugvogels: Der Mauersegler

10. Mai 2020 | Biologische Vielfalt, Lebensräume

Am 10. Mai ist der Tag des Zugvogels, zu denen auch der Mauersegler zählt. Er kommt jedes Jahr für wenige Wochen zum Brüten nach Europa. Der Klimawandel bringt sein Zugverhalten jedoch durcheinander.

Junger Mauersegler schaut aus einem Nistkasten. (Foto: Frankfurter Mauersegler-Initiative)

Artenporträt: Der Mauersegler

Wenn der Klimawandel den Rhythmus eines Vogels verändert

 

Sie verbringen ihr Leben in der Luft. Sie schlafen, fressen und paaren sich sogar während des Flugs. Nur während der Brutzeit gönnen Mauersegler (Apus Apus) ihren Flügeln eine Pause und verbringen längere Zeit im Nest. Die Zugvögel sind sogar im tiefsten Stadtkern zu entdecken, wo sie Fluginsekten – ihre einzige Nahrung – über der Stadt fangen und vor allem in den Spalten von Gebäudedächern brüten.

Traditionell sind die Zugvögel zwischen Mai bis Ende Juli bei uns zu sehen, bis sie ihren Nachwuchs aufgezogen haben. Danach treten sie ihre Reise zurück ins Winterquartier nach Afrika an. Normalerweise statten sie uns also nur einen kurzen Besuch für ihre Brutzeit ab. Seit einigen Jahren hat sich diese Zeitspanne jedoch verlängert. Nicht selten kann man die Zugvögel bereits Ende April bis in den September hinein beobachten. Was erfreulich scheint, ist leider ein Warnsignal: Infolge der Klimaerwärmung verändern die Mauersegler ihr Zugverhalten.

Generell ist es schlecht um die schwarz-braun gefiederten Flugkünstler bestellt, denn ihr Bestand geht zurück – auch verursacht durch Menschenhand. Und wieder spielt der Klimawandel eine Rolle: Viele Brutplätze gehen verloren, wenn Gebäudedämmung im Zuge von Renovierungs- und Sanierungsarbeiten angebracht wird. Da man die meisten Brutplätze nicht bemerkt, hilft der ganzjährige Schutz der Brutplätze durch das Bundesnaturschutzgesetz nur begrenzt. Bis zu 15 Jahre kann ein Paar denselben Brutplatz aufsuchen, doch innerhalb kürzester Zeit kann ihr Nest bei Arbeiten an Gebäuden zerstört werden. Dabei könnte man die Arbeiten an Gebäuden für den kurzen Zeitraum der Brut und Aufzucht aussetzen und so die eleganten Vögel schützen, wenn man nur wüsste, dass man gefiederte Untermieter am Haus hat. Da Mauersegler reine Insektenfresser sind, leiden sie zudem unter dem Insektensterben.

 

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