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BUND Landesverband
Hessen e.V.

Pressemitteilung

Bündnis „Agrarzukunft Hessen” fordert von EU-Abgeordneten, Verwässerung der Agrarreform zu stoppen

23. Januar 2013 | Landwirtschaft

Agrarausschuss des Europaparlaments beschließt über Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik – Nach Auffassung des Bündnisses „Agrarzukunft Hessen” steht die Neuorientierung der europäischen Agrarpolitik zu mehr Umwelt- und Tierschutz auf dem Spiel.

Bündnis „Agrarzukunft Hessen” (Grafik: Niko Martin)

Das Bündnis „Agrarzukunft Hessen” fordert die deutschen Abgeordneten des EU-Agrarausschusses auf, die vorliegenden Kompromissvorschläge zur Reform der europäischen Agrarpolitik auf keinen Fall zu verabschieden. Nach Auffassung des Bündnisses steht die Neuorientierung der europäischen Agrarpolitik hin zu mehr Umwelt- und Tierschutz auf dem Spiel.

Michael Rothkegel, Geschäftsführer des BUND: „Die EU-Parlamentarier stehen gegenüber ihren Wählern in der Pflicht, endlich eine ökologische und soziale Agrarwende einzuleiten und Agrarsubventionen künftig an strengere Umwelt- und Tierschutzstandards zu knüpfen. Wer die ohnehin nicht sehr ambitionierten Vorschläge der EU-Kommission zur Agrarreform aufweicht, leistet ausschließlich der industriellen Agrarwirtschaft Vorschub, die dem Naturschutz und der Gesundheit von Menschen und Tieren schadet und zum Sterben mittelständischer bäuerlicher Betriebe führt.”

Das Bündnis „Agrarzukunft Hessen” kritisiert, dass die vorliegenden Kompromissvorschläge die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Standards für das „Greening”, also eine Ökologisierung der landwirtschaftlichen Produktion durch flächenbezogene und/oder betriebsbezogene Maßnahmen, das jeder Empfänger von Agrarzahlungen verbindlich durchführen muss, drastisch senken.

Hans Jürgen Müller, Sprecher der VÖL: „Monokulturen, die mit einem erheblichen Pestizideinsatz verbunden sind, sollen weiter erlaubt sein. Mit den Aufweichungen durch den vorliegenden Kompromiss wird den Agrarzahlungen jegliche Legitimation entzogen.”

Das Bündnis „Agrarzukunft Hessen” fordert die deutschen EU-Parlamentarier auf, sich für eine Verschärfung der Umweltauflagen anstatt für deren Aufweichung einzusetzen.

Reinhard Nagel, Sprecher der AbL Hessen: „Der bisherige Vorschlag der EU-Kommission muss weiter verbessert werden, damit ein EU-weit wirksames Anreizsystem für eine bäuerliche, soziale und ökologische Landwirtschaft nach vorne gebracht werden kann. Die Auszahlung der Direktzahlungen an die Landwirte muss deutlich stärker an umwelt-, tier- und sozialverträgliches Wirtschaften geknüpft werden. Die Vorschläge der EU-Kommission gehen in die richtige Richtung, die Kompromissvorschläge im Agrarausschuss nicht.”

Dem Bündnis Agrarzukunft Hessen gehören an:
Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) in Hessen, BUND Landesverband Hessen e.V., Bürger AG für nachhaltiges Wirtschaften FrankfurtRhein-Main, Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON), Slowfood Nordhessen, Vereinigung ökologischer Landbau in Hessen (VÖL).
 

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