Kleiner Fuchs (Foto: Niko Martin). Das Foto ist in Verbindung mit dieser Pressemitteilung und unter Nennung des Fotografen zur Veröffentlichung freigegeben.
Frankfurt, 28. März 2014. – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Hessen (BUND) ruft auch in diesem Jahr zur hessenweiten Schmetterlingszählung auf. Gezählt werden kann ab dem 1. April bis zum 31. Oktober. Im Rahmen der Aktion „Abenteuer Faltertage” sammelt der BUND Informationen zum Bestand von zehn noch weit verbreiteten Schmetterlingsarten. Gleichzeitig soll auch auf die Bedrohung der Falter hingewiesen und die Öffentlichkeit für den Naturschutz sensibilisiert werden. Inzwischen steht ein Großteil der heimischen Falter auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.
„Nur etwa einem Fünftel der heimischen Schmetterlingsarten in Deutschland geht es noch richtig gut. Unsere Schmetterlinge leiden deutlich unter der industriellen Land- und Forstwirtschaft mit ihrem massiven Einsatz von Pestiziden, der Zersiedelung der Landschaft und dem Verlust ihrer Lebensräume”, erläutert Susanne Schneider vom BUND Hessen. Auch in Hessen ist die Situation der Schmetterlinge angespannt. Sie leiden unter den Veränderungen in der Landschaft. Von den ursprünglich 131 bei uns lebenden Tagfalterarten sind bereits 27 ausgestorben, bekannte Arten wie der Schwalbenschwanz stehen schon auf der Vorwarnliste.
Beim „Abenteuer Faltertage” können die Teilnehmer per Zählbogen ihre Beobachtungen melden. Unter www.bund-hessen.de/faltertage steht der bebilderte Zählbogen zum Download bereit. „Alle können beim Abenteuer Faltertage mitmachen, niemand braucht besondere Vorkenntnisse dafür”, so Schneider. Die gesammelten Daten werden am Ende der Saison ausgewertet und mit den Vorjahreszahlen verglichen.
Neben der Teilnahme an der Schmetterlingszählung gibt es noch viele Möglichkeiten, etwas für den Natur- und Schmetterlingsschutz zu tun. „Wer im eigenen Garten auf Pestizide verzichtet und schmetterlingsfreundliche, sprich heimische Blumen pflanzt, der kann kleine Schmetterlingsoasen entstehen lassen”, erklärt Schneider. Die Blumen sollten am besten in torffreier Blumenerde wachsen – denn für die Torfproduktion würden Moore zerstört, die wiederum Heimat vieler Schmetterlinge und anderer Tier- und Pflanzenarten seien.
Den kostenlosen Zählbogen sowie weitere Informationsmaterialien für Teilnehmer gibt es unter www.bund-hessen.de/faltertage sowie per Email an susanne.schneider@bund-hessen.de und telefonisch unter 069 67737616.
Weitere Informationen
- Pressekontakt:
Susanne Schneider, Managerin Naturschutzprojekte beim BUND Hessen, Tel. 069 67737616, susanne.schneider(at)bund-hessen.de - Bild herunterladen (Foto: Niko Martin)
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