Pressemitteilung

Tag gegen Lärm: Kommunen schöpfen Lärmschutz-Potenzial nicht aus

29. April 2025 | BUND

Lärm macht nachweislich krank. Doch in Hessen mangelt es weiter an der Umsetzung wirksamer Schutzmaßnahmen. Zum internationalen Tag gegen Lärm fordert der BUND Hessen: Kommunen müssen jetzt aktiv werden und schnell realisierbare Maßnahmen zur Lärmminderung ergreifen.

BUND-Aktive fordern Tempo 30 in den Städten (Foto: Niko Martin) BUND-Aktive fordern Tempo 30 in den Städten (Foto: Niko Martin)

Durch viele Studien ist nachgewiesen, dass Lärm krank macht. Der hessische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Hessen) kritisiert, dass die zum Lärmschutz vorgesehenen Lärmaktionspläne (LAP) in Hessen noch immer nicht vollumfänglich umgesetzt wurden.

Anlässlich des internationalen Tags gegen Lärm am 30.4. fordert der BUND Hessen Städte und Gemeinden auf, schnell realisierbare Maßnahmen zur Lärmminderung zu verwirklichen.

Jörg Nitsch, Landesvorsitzender des BUND Hessen: „Leider konzentrieren sich die regionalen LAP auf teure Maßnahmen, wie passiven Schallschutz durch Schallschutzfenster in Kombination mit Belüftungseinrichtungen. Für die Kommunen bestehen jedoch anstelle kostenaufwändiger Maßnahmen des passiven Schallschutzes auch zahlreiche Optionen für einen aktiven Schallschutz, worauf auch in den LAP selbst hingewiesen wird. Wir fordern hier schnelleres und kostengünstiges Umsetzen durch die Kommunen!“

Statt eines Flickenteppichs mit Tempo 40-Zonen auf Basis von Luftreinhalteplänen in hessischen Großstädten sollte Tempo 30 im Sinne einer ganzheitlichen Wirkung für Verkehrssicherheit, Lärmreduktion und Minderung der Schadstoffbelastung eingeführt werden. Mehr Tempo 30-Zonen und der Rückbau von Hauptverkehrsstraßen wären ein Beitrag zum Schutz der Gesundheit.

Für die Straßenverkehrsbehörden bestehen weiterhin erhebliche Optionen für Tempolimits auf Bundes-, Land- und Kreisstraßen. Darüber hinaus sind Kommunen gefordert, die in den LAP definierten „ruhigen Gebiete“ nach Art und Umfang erheblich auszuweiten.

Der BUND setzt eine zeitnahe Umsetzung der regionalen LAP zum Schutz der Bevölkerung voraus.

 

Pressestelle BUND Hessen

Lynn Sophie Anders & Andrea Mateja
069 677376 43
presse(at)bund-hessen.de 
www.bund-hessen.de 

BUND Landesverband Hessen e.V.
Geleitsstraße 14
60599 Frankfurt am Main 

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb