Ihrerseits hat die Zauneidechse viele Feinde. Greifvögel wie Turmfalke und Mäusebussard stellen ihr ebenso nach wie Marder, Wiesel und selbst Igel. Allzu häufig, weil eben fast immer in der Nähe menschlicher Siedlungen anzutreffen, endet das Leben einer Zauneidechse auch in den Krallen von Hauskatzen, für die die Tiere ein beliebtes Objekt zur Abreaktion ihres Jagdtriebes darstellen. Insbesondere in den frühen Morgenstunden, wenn die Eidechse sich einen eben von der aufgehenden Sonne angestrahlten Platz zum Aufwärmen gesucht hat, ist sie stark gefährdet. Denn sie muss als wechselwarmes Tier erst auf Betriebstemperatur kommen, ehe sie zu schnellen Bewegungen in der Lage ist.
Doch wie alle Eidechsen hat auch die Zauneidechse einen besonderen Trick auf Lager, der ihr sicher schon oft das Leben gerettet hat: Plötzlich sieht sich der Angreifer konfrontiert mit einem kleinen, wild zappelnden Objekt, das sofort seinen Jagdinstinkt wachruft und ihn zupacken lässt. Was er jetzt festhält, ist aber nur der Schwanz der Eidechse, den sie in der Situation höchster Gefahr abgestoßen hat. Das Tier selbst hat sich mittlerweile in Sicherheit gebracht. Für einen Igel ist so ein Eidechsenschwanz auch keine schlechtere Beute als beispielsweise ein Regenwurm. Und der Eidechse wächst der Schwanz wieder nach, wenn auch nicht in voller Länge.