Das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) sorgt dafür, dass manche Menschen nicht von der Überzeugung abzubringen sind, es gäbe in Deutschland wild lebende Kolibris. Doch es handelt sich um einen Schmetterling aus der Familie der Schwärmer, deshalb auch Taubenschwanzschwärmer genannt. Mit rund 80 Flügelschlägen in der Sekunde schwirrt er von Blüte zu Blüte, um dort wie ein kleiner Hubschrauber in der Luft stehen zu bleiben und mit seinem mehrere Zentimeter langen Saugrüssel Nektar zu schlürfen, ohne sich auch nur für einen Moment hinzusetzen. Seinen Namen verdankt der kleine Schwärmer den schwarz, braun und weiß gefärbten Haarbüscheln an seinem Hinterende, die an Federn erinnern. Wenn man nicht genau hinschaut, dann wirkt der Saugrüssel wie ein langer, dünner Schnabel. Und schon hat man den Eindruck, dass es sich da um einen Kolibri handelt, zumal die hohe Flügelschlagfrequenz den Schmetterlingsflügel nicht erkennen lässt.