11. Dezember 2009

B8-Planung erfolgreich gestoppt – Aktuelle Informationen beim BUND Königstein-Glashütten

Aktuelle Informationen rund um die B8 finden Sie beim BUND Königstein-Glashütten: www.bund-koenigstein-glashuetten.de

BUND strebt öffentliche Diskussion über B8-Neubau an

B8 Neubau wird Drei - bis Vierspurig

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Ortsgruppe Königstein-Glashütten strebt eine öffentliche Diskussion über den B8-Neubau an. Die Städte Königstein und Kelkheim haben in Eigenregie die Planung der B8-Neu in den letzten Jahren vorangetrieben und dafür die eigenen Finanzen erheblich strapaziert. Dies sei geschehen ohne die Bevölkerung hinreichend zu informieren. Selbst führende CDU-Mitglieder im Landtag seien noch auf dem Informationsstand der achtziger Jahre, wie die Reaktionen auf das B8-Dossier des BUND gezeigt haben.
Jüngstes Beispiel ist das Verschweigen der Tatsache, dass die B8-Neu 3 bis 4-spurig durch den Wald und die Streuobstwiesen führen wird. Das schwierige Gelände läßt, wie in den offiziellen Protokollen der Planungsrunden festgehalten, aus Sicherheits- und Kapazitätsgünden keine Zweispurigkeit zu. Zudem werden die autobahnähnlichen Ein- und Ausfahrten einen immensen Naturverbrauch mit sich bringen.

Der Bau einer 15 bis 20m breiten Schneise durch bislang unberührte Natur wird durch den angeblichen Nutzen dieser Strasse rechtfertigt. Dazu benutzen die Planer Verkehrsprognosen, die ins Reich der Märchen verwiesen werden müssen.

Die Shell-Studie von 2001 sieht für das Jahr 2020 optimistisch gerechnet eine Zunah-me der PKW-Zulassungszahlen um höchstens 14% vor. Die B8-Planer rechnen indessen eine Verkehrszunahme am Kreisel von über 400% vor. Diese unseriöse Zahlenakrobatik soll dazu dienen die Bevölkerung zu verunsichern und die Strasse in Berlin als vordringlich einstufen zu lassen.

Die Planungsunterlagen werden der Bevölkerung vorenthalten und Naturschutzverbände zum Stillschweigen "verpflichtet". Der BUND Königstein / Glashütten sieht seine Aufgabe auch darin, die Öffentlichkeit zu informieren. Nur bei Vorliegen aller Fakten können mündige Bürgerinnen und Bürger sich eine Meinung über das Projekt B8-Neu bilden.
Die B8-Planer verschweigen gerne, dass der Kreiselumbau in Königstein bereits begonnen hat. Dieser Kreiselumbau soll die Staus fast vollständig reduzieren, sodass für Glashüttener und Königsteiner in spätestens zwei Jahren die Staus am Kreisel der Vergangenheit angehören werden.
Die Stadt Kelkheim hat sich leider in den letzten Jahrzehnten auf die B8-Neu festgelegt und innerörtlich keine Alternativen entwickelt.

Die Behauptung der federführenden Bürgermeister die Trassenführung sei noch nicht festgelegt ist nur teilweise richtig. Zwischen Kelkheim und Ölmühlweg gibt es schon heute nur einen möglichen Korridor.
Die Aufgabelung in vier mögliche Nordabschnitte ist für den BUND jedoch nur eine Prüfung von Scheinalternativen. Die zwei westlichen Abschnitte sind geländetechnisch so schwierig, dass diese die längsten und teuersten Varianten wären. Dort sind Brücken und Aufschüttungen notwendig, um 12% Steigung zu bewältigen. Die Kosten wären mit denen einer Untertunnelung Königsteins zu vergleichen.
Die zwei östlichen, königsteinnahen Alternativen sind die kürzeren und tangieren die wertvollsten Biotope. Eine der Alternativen wird mit dem Deckmäntelchen des "Bon-bons" für die Umweltverbände als besonders attraktiv gepriesen. Der Eingriff in unberührte Natur wird bei dieser Variante deswegen aber nicht geringer und wird ebenso wie alle anderen Varianten vom BUND abgelehnt.

Dossier B8 Westumgehung Kelkheim-Königstein  (PDF; 1,2 MB)

Weitere Auskünfte

Weitere Auskünfte erhalten Sie beim BUND Königstein-Glashütten
www.bund-koenigstein-glashuetten.de



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