FlugCheck – Wie viele Klimagase entstehen bei meiner Flugreise?

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Wie sehr Ihre Flugreise das Weltklima belastet und wie viel es kostet, diese Menge Klimagase mit Klimaschutzprojekten auszugleichen, erfahren Sie mit dem FlugCheck. Wenn Sie wollen, können Sie dann atmosfair beauftragen, die Klimagase für Sie einzusparen.

Luftverkehr bald „Klimakiller Nr. 1”

In einer sich mehr und mehr vernetzenden Weltwirtschaft werden immer mehr Güter per Flugzeug transportiert. Durch die Luft fliegen frische Tomaten und Blumen, aber auch Auto- und Computerteile, sogar ganze Industrieanlagen. Fast alle interkontinental gehandelten IT-Produkte werden geflogen, und auch die aktuelle Sommermode gelangt zunehmend per Flieger aus den Fabriken der Niedriglohnländer in unsere Kaufhäuser. E-Commerce und sonstiger Einsatz schneller Medien im weltweiten Handel lassen die Erwartung an eine schnelle Lieferung wachsen, interkontinentale Express-Lieferdienste boomen.

Aus der Tourismusbranche ist der Flugverkehr kaum noch wegzudenken, für internationale Treffen ist die Fortbewegung durch die Luft selbstverständlich. Die Preise für die Tickets sinken, doch der Preis, den wir alle zahlen, ist hoch. Derzeit trägt der Flugverkehr mindestens vier Prozent zur globalen Erwärmung bei. Das Umweltbundesamt erwartet eine Verdreifachung der Kohlendioxid-Belastung durch den deutschen Flugverkehr bis 2030.

Der Luftverkehr boomt. Obwohl moderne Flugzeuge leiser als ältere Modelle sind, hat der Fluglärm dadurch enorm zugenommen. Dazu kommen die Klimaschäden: Die CO2-Emissionen des Luftverkehrs tragen bereits etwa acht Prozent zur globalen Erwärmung bei. Und ein Ende ist bisher nicht in Sicht: Sollte der Luftverkehr weiter so wachsen, werden seine Klimawirkungen bereits in fünf Jahren die des heutigen Pkw-Verkehrs übersteigen.

Die CO2-Emissionen des Flugverkehrs nehmen um 3,5 Prozent pro Jahr zu. CO2 ist aber nicht das einzige Treibhausgas, das die Flugzeuge ausstoßen. Durch die direkte Eintragung insbesondere von Stickoxiden und von Wasserdampf in hohe Luftschichten entstehen laut IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) Klimawirkungen, die zwei- bis fünfmal höher sind als die durch CO2.

Trotz der alarmierenden Zahlen wird die Klimawirkung des Flugverkehrs bis heute unterschätzt. Nur zaghaft und halbherzig werden erste Schritte getan: Das EU-Parlament beschloss, den Luftverkehr ab 2012 in den EU-Emissionshandel einzubeziehen. Allerdings sind die Vorgaben viel zu lasch. Gleiches gilt für das Flughafenkonzept der Bundesregierung vom Mai 2009. Es wird dem eigenen Ziel – die Belastungen durch den Luftverkehr auf das Unvermeidbare zu beschränken – bei weitem nicht gerecht. Stattdessen erhält der Flugverkehr weiterhin durch eine Befreiung von der Kerosinsteuer einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Verkehrsträgern.

Für die Zukunft ist es nach Meinung des BUND unvermeidlich, dass der Flugverkehr in ein wirksames Emissionshandelssystem einbezogen wird, Kurzstreckenflüge unterbleiben, das entsprechende Passagieraufkommen auf die Bahn verlagert und die vorhandenen Flughäfen nicht weiter ausgebaut werden.

Mehr Informationen auf den Seiten des BUND Bundesverbandes zu…

Außerdem noch…

  • Stellungnahme zur Luftverkehrssteuer „BEIBEHALTEN UND WEITERENTWICKELN!” 2012

    Stellungnahme zur Evaluierung der Luftverkehrsteuer (PDF 341 KB) nach § 19 Absatz 4 Luftverkehrsteuergesetz; Bericht des Bundesministeriums der Finanzen an den Deutschen Bundestag zum 30. Juni 2012. (02.05.2012)

  • Luftverkehrsstudie 2007: Im Steigflug in die Klimakatastrophe?

    Die „Luftverkehrsstudie 2007: Im Steigflug in die Klimakatastrophe?” des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie und des BUND hat den Luftverkehr seit der deutschen Wiedervereinigung untersucht und errechnet, wie es bis 2030 weitergeht, wenn sich die bisherigen Entwicklungen fortsetzen. Dabei wurden die Großflughäfen Frankfurt am Main und München sowie 15 weitere deutsche Standorte analysiert. Außerdem enthält die Studie Rechenbeispiele, zum Beispiel über die unterschiedlichen Klimalasten, die eine vierköpfige Familie auf Reisen verursacht – je nach Länge der Strecke und Verkehrsmittel.


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Der Traum vom Fliegen

Titelblatt vom Flyer Der Traum vom Fliegen. Für ganze 20 Euro.

Warum steht der Flugverkehr in der Kritik? Was kann der Einzelne tun? Was kann und muss die Politik tun?

BUND-Flyer "Der Traum vom Fliegen" herunterladen (PDF 480KB)

Gegen Ausbau des Rhein-Main-Flughafens

ZRM-Logo

Der BUND engagiert sich, zusammen mit zahlreichen Bürgerinitiativen, gegen einen Ausbau des Rhein-Main-Flughafens in Frankfurt.

www.zukunft-rhein-main.de

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