Eine echte Europäerin!

Wildkatze schaut aus Baumhöhle (Foto: Thomas Stephan)
Wildkatze schaut aus Baumhöhle (Foto: Thomas Stephan)

Wildkatzen sind keine davongelaufenen Hauskatzen. Schon vor über 500.000 Jahren durchstreifte die heimische Art unsere europäischen Wälder. Die Hauskatze dagegen stammt vermutlich von einer verwandten Art aus Afrika ab und wurde erst von den Römern nach Europa gebracht. Über die Verwandtschaftsverhältnisse der vielen Katzenarten wird in der Wissenschaft aber noch fleißig diskutiert.

Äußere Merkmale wie ein dunkel gebänderter Schwanz mit buschigem Ende sowie dunkle Streifen im Nacken und auf den Schultern deuten zwar auf eine Wildkatze hin. Gewissheit erlangt man aber nur durch eine Genanalyse oder durch Untersuchungen an toten Tieren.

Steckbrief Europäische Wildkatze (Felis silvestris silvestris)

Wildkatze im Sommer (Foto: Thomas Stephan)
Wildkatze im Sommer (Foto: Thomas Stephan)

Aussehen: ähnlich einer wildfarbenen Hauskatze;
aber buschiger Schwanz mit dunklen Ringen und stumpfem, schwarzen Ende;
Fellzeichnung nicht kontrastreich, sondern verwaschen; besonders im Winterfell gedrungen und kräftiger als Hauskatze wirkend

Größe: etwa wie Hauskatze

Gewicht: Katzen meist um 4 kg;
Kater um 5 kg

Spuren: Pfotenabdruck wie Hauskatze: rundlicher Umriss; Ballen und 4 Zehen, aber keine Krallen im Abdruck (von den 5 Vorderzehen erscheint der Daumen nicht im Abdruck, die hinteren Pfoten haben nur 4 Zehen)

Alter: etwa 7 – 10 Jahre, in Gefangenschaft über 15 Jahre

Junge: 2–4 (max. 6) Junge pro Wurf, kommen zwischen März und September zur Welt; die meisten Würfe im April; zweiter Wurf im Herbst normalerweise nur bei Verlust des Ersten

Tragzeit: 63–69 Tage

Nahrung: In Mitteleuropa vor allem Mäuse; seltener und je nach Angebot: Kaninchen, Eidechsen, Frösche, Insekten, Kleinvögel; Aas nur ausnahmsweise

Lebensraum: Wildkatzen sind reine Waldbewohner und gelten als Indikatorart für naturnahe, strukturreiche Laubmischwälder. Baum- und Felshöhlen, Wurzeln und Totholz dienen als Tagesunterschlupf und als Versteck für die Jungenaufzucht. Zur Mäusejagd benötigen die Tiere kleine, helle Lichtungen, im Wald verborgene Wiesen und ruhige, heckenreiche Säume.

Streifgebiet: Die Größe variiert je nach Habitatqualität, Beuteangebot, Populationsdichte, Jahreszeit und dem Geschlecht. Männchen durchstreifen Gebiete von mehreren Tausend, Weibchen von wenigen Hundert Hektar.

Lesen Sie auch über die Verbreitung und Gefährdung der Wildkatze.



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