Wechseln Sie jetzt zu Ökostrom!

Die großen Energiekonzerne setzen immer noch auf Atomkraft und Kohle. Zeigen Sie den Konzernen, was Sie davon halten, und steigen Sie jetzt auf Ökostrom um.

Windrad (Foto: Erich Blaich), Solarzelle (Foto: © Norbert Staub, Rikon / PIXELIO), Staustufe (Foto: www.sxc.hu), Holzstapel (Foto: © Thomas Kahrmann / PIXELIO)

Der BUND rät zu Ökostromanbietern, die mit dem Grüner Strom Label ausgezeichnet sind. Daneben empfehlen wir vier bundesweit bekannte Ökostromanbieter: Mehr Infos beim BUND Bundesverband…

Wie geht Stromwechsel?

Stromwechseln geht ganz einfach in drei Schritten:

  1. Anbieter aussuchen,
  2. Vertrag ausfüllen und
  3. abschicken.

Fertig!

Jetzt wechseln. Mehr Infos beim BUND Bundesverband…

Weitere Fragen und Antworten rund um den Stromwechsel haben wir auf der folgenden Seite zusammgestellt.

Grüner Strom – Was ist das? Empfehlungen des BUND Landesverband Hessen auf Grundlage des Landesarbeitskreises Energie

Klimaänderung, Ressourcenverknappung und Gefahren der Atomenergienutzung verlangen die Umstellung unserer Energieversorgung auf erneuerbare Energien. Wesentlich ist – als erstes Gebot – zunächst sämtliche Möglichkeiten zur sparsamen und effizienten Nutzung von Energie, insbesondere von Strom, umzusetzen:

  • Der "grünste Strom", den es gibt, ist der, den man nicht verbraucht!
  • Du sollst Strom und Wärme möglichst gemeinsam produzieren!
  • In 10 Jahren soll der Anteil erneuerbarer Energien verdoppelt werden, in 50 Jahren wollen wir 50 % Anteil erreichen und spätestens zum Jahr 2100 auf 100 % kommen.
  • Was ist nun "Grüner Strom" ? Welche Kriterien sind einzuhalten? Soll man Grünen Strom bestellen?

    Seit der Liberalisierung des Strommarkts haben sich nunmehr drei Grundmodelle herausgebildet:

  1. Handel mit Grünem Strom mit "direkter Belieferung"
  2. Verwendung der Mehrkosten für Investitionen in erneuerbare Energien
  3. Der Mehrpreis des Grünen Stroms fördert die Mehrkosten erneuerbarer Energien
  • Anmerkung:
    Sinngemäß gelten diese Ausführungen auch für Anbieter Grünen Stroms, die anteilig Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung anbieten. Auch hier sollten vor allem die Mehrkosten finanziert werden auf der Basis eines Bundes-Gesetzes zum Ausbau der KWK.
     
  • Fazit und Zusammenfassung:
    1. Wer es ganz genau haben will, dass "sein" oder "ihr" Strom zeitlich korrespondierend aus Anlagen regenerativer Energie kommt, wählt das Händlermodell mit Direktbezug. Der Händler weist nach, dass die Einnahmen an die jeweiligen Betreiber (z.T. betreiben die Händler auch Anlagen selbst) weitergeleitet werden (abzüglich Netzkosten, Handelsspanne, Verwaltung etc.). In diesem Fall ist in Kauf zu nehmen, dass man auch für Anlagen zahlt, die ansonsten nach dem EEG betrieben werden könnten und damit ein Zubaueffekt nicht oder nur begrenzt bewirkt wird.
    2. Wer einfach etwas mehr zahlen will für Strom aus regenerativen Energien, aber beim angestammten Versorger (meist Stadtwerken) bleiben will, kann über dessen "Ökoangebote" einen Spendentopf füllen, der dann für den Bau von Anlagen verwendet wird. Da hier aber zunächst die Investitionssumme angesammelt werden muß, ist der Zubaueffekt oft noch geringer als im Modell mit Direktbezug.
    3. Der unbestritten größte Zubaueffekt für Stromquellen auf Basis erneuerbarer Energien ist mit den Mehrpreismodell nach Art der Labels "Grüner Strom e.V." und "EnergieVision e.V." erreichbar, denn hier wird - ohne im Gegensatz zum Ausbau nach dem EEG zu stehen - gezielt der Mehrbau von Anlagen gefördert, die ansonsten nicht gebaut würden. Bei Strombezug von nichtzertifizierten Anbietern, die sich möglicherweise nach diesen Prinzipien richten, obliegt es dem Kunden die Verwendung des Aufpreises zu überprüfen.

    Der BUND LV Hessen hält alle Varianten für gangbare Möglichkeiten zur Förderung erneuerbarer Energien, wenn die Mehrzahlung nachweisbar in den Bau neuer Anlagen fließt.

    Der BUND LV Hessen empfiehlt allerdings die nach dem Label "Grüner Strom e.V." zertifizierten Modelle, da hier der Kunde ohne eigene Nachprüfungen sicher sein kann, dass der größte Effekt des Ausbaus regenerativer Stromerzeugung erreicht wird. Er rät daher seinen Mitgliedern, ihren Strombezug vorrangig auf diese Anbieter umzustellen. Anderen Ökostromhändlern wird empfohlen, auf solche Mehrpreismodelle umzusteigen, um den Zubaueffekt zu erhöhen und ggf. eine Zertifizierung anzustreben.

    Der BUND LV Hessen setzt sich für den Erhalt und die europaweite Verbreitung des EEG ein, da der Ausbau erneuerbarer Energien als gesetzlich abgesicherte gesellschaftliche Aufgabe verstanden werden sollte. Wenn darüber hinaus Personen und Gesellschaften weitere freiwillige Beiträge leisten, sollte damit ein möglichst großer zusätzlicher Ausbau erneuerbarer Energien erreicht werden.

Für den Arbeitskreis Energie des BUND LV Hessen:
Prof. Dr. Hans Ackermann, Marburg, Leiter AK Energie Hessen,
Dr. Werner Neumann, Altenstadt, stellv. Leiter AK Energie Hessen.
Erstellt im Oktober 2001



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