Rückbau des AKW Biblis

Der Rückbau des AKW Biblis wirft Fragen auf. Denn er ist inklusive dem radioaktiven Material und inklusive der Sorge um die Sicherheit für die Bevölkerung und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des AKW sowie der Sorge um Belastungen der Umwelt. (Foto: Niko Martin)
Der Rückbau des AKW Biblis wirft Fragen auf. Denn er ist inklusive dem radioaktiven Material und inklusive der Sorge um die Sicherheit für die Bevölkerung und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des AKW sowie der Sorge um Belastungen der Umwelt. (Foto: Niko Martin)

Das AKW Biblis ist seit dem 30. Mai 2011 – knapp zwei Monate nach der Katastrophe von Fukushima – stillgelegt.

Die RWE Power AG hat am 6. August 2012 Anträge zur Stilllegung und zum Abbau des Atomkraftwerks Biblis, Block A und B nach § 7 Abs. 3 Atomgesetzt (AtG) gestellt. Diese Unterlagen lagen in der Zeit vom 5. Mai 2014 bis einschließlich 4. Juli 2014 zur Einsicht aus. Nach wie vor sind die Unterlagen und Informationen zum Verfahren unter https://umweltministerium.hessen.de//umwelt-natur/kernenergie-strahlenschutz/kernkraftwerk-biblis/stilllegung-und-abbau-kkw-biblis verfügbar. Mit Ablauf der Auslegungsfrist konnten keine weiteren Einwendungen erhoben werden. „Die erste Stilllegungs- und Abbaugenehmigung für Block A soll nach derzeitiger Planung im vierten Quartal 2016 erteilt werden.”, heißt es auf der Seite des Umweltministeriums.

Stellungnahme und Einwendung des BUND Hessen

Laden Sie sich die Stellungnahme und Einwendung des BUND Hessen (pdf; 480 KB) zum Antrag der RWE Power AG vom 06.08.2012 – Kraftwerk Biblis auf eine Genehmigung zur Stilllegung und zu einer ersten Genehmigung zum Abbau von Anlagenteilen der Kernkraftwerksblöcke Biblis A und B herunter.

 

Ansprechpartner in der Landesgeschäftstelle des BUND Hessen ist Michael Rothkegel.

11. August 2016

Klage gegen Atommülllager Biblis / LAW-Lager 2

Klage gegen Atommülllager Biblis (Grafik: Niko Martin)
Klage gegen Atommülllager Biblis (Grafik: Niko Martin)

Der BUND Landesverband Hessen klagt gegen den Genehmigungsbescheid des Hessischen Umweltministeriums vom 5. April 2016 zur Errichtung eines Lagers für radioaktive Abfälle und Reststoffe („LAW2-Lager“) am AKW Biblis mit dem Ziel, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung mit Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt werden muss. Das LAW2-Lager soll Abfälle und Reststoffe aus Betrieb und Abbau des AKW Biblis aufnehmen. 

Unsere Pressemitteilung vom 4. August 2016 dazu: BUND klagt gegen die Genehmigung für ein neues Atommülllager am AKW Biblis: Atomaufsicht unterschätzt Auswirkungen von Flugzeugabstürzen; RWE-Angaben zum radioaktiven Inventar in den Reaktorblöcken unklar…

Die Klagebegründung gegen das LAW-Lager 2

Laden Sie sich hier die ausführliche Klagebegründung (pdf; ca. 640 KB) herunter.

4. Juli 2016

30 Jahre Tschernobyl, 5 Jahre Fukushima – acht Atomkraftwerke in Deutschland laufen noch

Dr. Werner Neumann hält seine Rede vor dem stillgelegtem AKW Biblis: „5 Jahre Fukushima, 30 Jahre Tschernobyl – Jahre der Lüge und Täuschung” (Foto: Niko Martin)

30 Jahre nach der Atomreaktorkatastrophe von Tschernobyl und fünf Jahre nach der in Fukushima laufen in Deutschland immernoch acht Atomkraftwerke. Bei den bereits stillgelegten Atomkraftwerken soll der größte Teil des Atommüls aus dem Abriss überall hin verteilt werden: „Hundertausende von Tonnen schwach, aber deutlich meßbar aus dem Reaktorbetrieb radioaktiv belastetes Material mit Tritium, Kobalt 60, Cäsium 137, Nickel 63, mit Americium, sollen das Reaktorgelände verlassen.... Und sollen auf Deponien landen, sollen eingeschmolzen werden oder durch eine Müllverbrennung laufen und die Radioaktivität taucht dann unerkannt und unerkenntlich und undeklariert in Baumaterial, in Metallgegenständen, Kochtöpfen oder Heizkörpern wieder auf. Es ist ein Frevel und Verstoß gegen die wesentlichen Grundsätze des Strahlenschutzes, Radioaktivität einfach zu verstreuen. Doch hier wird aus dem Verbot die Regel. Alle Menschen in Deutschland sollen etwas Strahlung abbekommen, wenn die AKWs abgerissen werden. Der BUND und andere Verbände, wie IPPNW, lehnen diese Methode der Freigabe grundsätzlich ab!”, so Dr. Werner Neumann in seiner Rede am 24. April 2016 vor dem abgeschalteten AKW Biblis bei der Kundegebung anlässlich der Jahrestage der Reaktorkatastrophen.

Dr. Werner Neumann ist Diplom Physiker aus Altenstadt (Hessen). Er ist Sprecher des Arbeitskreis Energie des BUND e.V., Mitglied in der BUND Atom- und Strahlenschutzkommission des BUND e.V. und im Landesvorstand des BUND Hessen. Wir dokumentieren hier drei Beiträge:

Eindrücke von der Kundgebung und dem Kulturfest am AKW Biblis: Tschernobyl – 30 Jahre und keine Ende…

01 30-Jahre-Tschernobyl-Demo-Biblis MG 5145 Foto Niko-Martin02 30-Jahre-Tschernobyl-Ausstieg-jetzt MG 5150 Foto Niko-Martin03 acht-AKWs-laufen-noch-in-Deutschland MG 5156 Foto Niko-Martin04 Geldgeschenke-aus-Steuergeldern MG 5259 Foto Niko-Martin05 Heute-AKW-morgen-freigemessener-Kochtopf MG 5204 Foto Niko-Martin06 Cris-Cosmo MG 5299 Foto Niko-Martin
10. Mai 2016

30 Jahre Tschernobyl, 5 Jahre Fukushima. Atomausstieg beschleunigen!

Die aktuellen Pressemitteilungen zu Biblis und Atomkraft

1. September 2016Klage gegen LAW2-Lager am AKW Biblis – BUND begrüßt Verweis des Rechtsstreits an den VGH Kassel

Klage gegen neues Atommüllager am Standort Biblis verwiesen (Grafik: Niko Martin)

In der Begründung stellt das Verwaltungsgericht Darmstadt fest, dass ein „besonders enger Sachzusammenhang” zwischen der Genehmigung des LAW2-Lagers und der Rückbaugenehmigung für die Blöcke A und B des AKW Biblis besteht. Ebenso...


4. August 2016BUND klagt gegen die Genehmigung für ein neues Atommülllager am AKW Biblis: Atomaufsicht unterschätzt Auswirkungen von Flugzeugabstürzen; RWE-Angaben zum radioaktiven Inventar in den Reaktorblöcken unklar

Klage gegen Atommülllager Biblis (Grafik: Niko Martin)

Die Klage hat das Ziel, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung mit Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt wird. Der BUND hat im Genehmigungsbescheid zahlreiche Widersprüche aufgespürt. Gutachter des Umweltministeriums haben an...


21. April 2016MP-Konferenz am 22. April 2016 in Berlin – BUND fordert: Erneuerbare Energien dynamisch ausbauen und in Bürgerhand erhalten!

NEE zu diesem EEG (Grafik: Niko Martin)

+++ Aktualisierung 22.4.: Wie wir erfahren haben, wurde das Thema schon im Vorfeld von der Tagesordnung genommen. +++ „Nur Monate nachdem in Paris Ziele zum Klimaschutz verabschiedet worden sind, will Bundeswirtschaftsminister...



Weitere Pressemitteilungen finden Sie in unserem Atomkraft-Pressearchiv.

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