Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

BUND Landesverband
Hessen e.V.

Pressemitteilung

Umweltschützer verhindern symbolisch Gen-Mais auf dem Frankfurter Opernplatz und rufen zur Demonstration am 17. September gegen CETA und TTIP auf

03. September 2016 | Nachhaltigkeit, Landwirtschaft

„Mit den Abkommen stehen u. a. unsere gentechnikfreie Landwirtschaft mit strengen Regeln für Pestizide und das Vorsorgeprinzip auf dem Spiel.”

Aktion am Opernplatz Frankfurt (Foto: Niko Martin/BUND Hessen)

Frankfurt am Main, 3. September 2016. – Am Samstag haben 15 Aktivistinnen und Aktivisten den drohenden Handelsabkommen CETA- und TTIP, die in Form einer großen Gen-Mais-Puppe auf dem Frankfurter Opernplatz auftauchten, ihre großen Stopp-Hände gezeigt. Sie wollen damit auf die Gefahren, die mit den Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Kanada (CETA) bzw. den USA (TTIP) drohen, aufmerksam machen und für die Groß-Demonstration am 17. September in Frankfurt am Main aufrufen.

Michael Rothkegel vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Hessen: „Mit den Abkommen stehen u. a. unsere gentechnikfreie Landwirtschaft mit strengen Regeln für Pestizide und das Vorsorgeprinzip auf dem Spiel.”

In der Europäischen Union werden gentechnisch veränderte Pflanzen kaum angebaut, in Kanada hingegen ist das gängige Praxis. So wächst in der gesamten Europäischen Union gentechnisch veränderter Mais auf einer Fläche von 116.870 Hektar. Das entspricht ungefähr der Fläche von Berlin. In Kanada, mit dem das CETA-Abkommen droht, wird auf einer Fläche von 11.000.000 Hektar gentechnisch veränderter Mais angebaut. Das entspricht ungefähr einem Drittel der Fläche Deutschlands. Mit CETA würden in der EU der Gentechnik Tür und Tor geöffnet.

„Jetzt kurz vor dem Treffen der SPD zu ihrem Parteikonvent und dem EU-Handelsminister-Treffen können wir die Handelsabkommen in dieser Form noch stoppen und ein deutliches Zeichen setzten, dass die Menschen eine Wirtschaftsweise wollen, die den Interessen der Menschen dient und die ökologisch und nachhaltig mit unserem Planeten umgeht”, so Rothkegel.

Am 17. September sind bundesweit sieben große „STOP CETA TTIP”-Demonstrationen in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart angekündigt. Auftakt der Demonstration in Frankfurt ist dann um 12 Uhr auf dem Opernplatz. Ein breites Bündnis ruft zur Demonstration auf.

Das CETA-Abkommen ist Thema auf dem SPD-Parteikonvent am 19. September sowie am 22. und 23. September 2016 beim Treffen der EU-Handelsminister in Bratislava.
 

Weitere Informationen

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb