BUND Landesverband
Hessen e.V.

Pressemitteilung

Tag des Wassers: Klimakrise ist Wasserkrise – Trinkwasserversorgung jetzt sichern

22. März 2020 | Flüsse & Gewässer

Am 22. März ist Welttag des Wassers. Als Folge der Dürrejahre 2018 und 2019 steht der Tag des Wassers in 2020 unter dem Motto: „Wasser und Klimawandel“. Eine der größten Herausforderungen ist die Sicherung der Trinkwasserversorgung aufgrund des erhöhten Wasserbedarfs.

Tag des Wassers 2020: Klimakrise ist auch Wasserkrise. (Symbolbild: Lynn Anders)

„Wasser und Klimawandel“: Anlässlich des Weltwassertags am 22. März fordert der hessische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Hessen) insbesondere die südhessischen Wasserversorger zu Investitionen in die Sicherung der Trinkwasserversorgung auf. Nötig sind nach Ansicht des BUND weitere Anstrengungen, um Wasser zu sparen, sowie die Erweiterung der nutzbaren Trinkwassermenge und die weitere Sanierung der Grundwasserkörper im Hessischen Ried. 

„Die letzten zwei Jahre zeigen, welche Herausforderungen die Zukunft noch bringen wird“, erläutert der Landesvorsitzende, Jörg Nitsch, die Folgen der Wasserversorgungskapazitäten der beiden vergangenen Jahre, die aufgrund der anhaltenden Dürre bereits an ihre Grenzen gestoßen sind. Im Zuge des Klimawandels ist aber mit noch höheren Temperaturen, einer damit verbundenen höheren Verdunstung sowie einer Verstetigung und Ausweitung sommerlicher Trockenphasen zu rechnen. Wenn, wie prognostiziert, die Bevölkerungszahl in Südhessen weiter ansteigt, können Wassermangelzeiten nur durch weitere Erfolge beim Wassersparen und – deutlich wichtiger – einer Erhöhung der potenziellen Fördermengen vermieden werden.

„Wasser ist unsere wertvollste Ressource, die es zu schützen gilt – vor allem unter dem zunehmendem Wasserbedarf in Zeiten der Klimaerwärmung. Wir müssen verantwortungsbewusst mit dieser Ressource umgehen und die Nutzung radikal umdenken“, so Nitsch.

Wichtig ist für den BUND, dass die weitere Entwicklung nicht zu neuen Umweltschäden, sondern zu einer Sanierung der Altschäden führt. Ziel muss die Reduktion der Wasserimporte aus dem Vogelsberg und anderen mittelhessischen Gewinnungsgebieten sein sowie die immer drängendere Anhebung der Grundwasserstände zum Schutz der Wälder in Südhessen. 

„In 2020 muss endlich der Startschuss zur Erweiterung der Rheinwasseraufbereitung und Grundwasseranreicherung im Hessischen Ried sowie die Erhöhung der Infiltrationsmengen im Frankfurter Stadtwald erfolgen“, fordert Jörg Nitsch. 

Der Umweltverband stützt seine Forderung auf die „Situationsanalyse zur Wasserversorgung in der Rhein-Main-Region“ aus dem Jahr 2016. Dort wurde – noch ohne Berücksichtigung der Dürrejahre 2018 und 2019 – bis zum Jahr 2030 eine Zunahme des Wasserbedarfs von ca. 4 bis 15 % bzw. rund 7 bis 32 Mio. m³/a genannt. Gefordert wird bereits in diesem Gutachten die Erhöhung der Infiltrationsleistungen im Frankfurter Stadtwald durch eine Erweiterung der Mainwasseraufbereitungsanlage. 

Die Erweiterung der Rheinwasseraufbereitung ist für den BUND zwingend, weil die Versorgung in den zurückliegenden Dürrejahren bereits nur noch gesichert werden konnte, indem auf die Stillstandszeiten für Revisionsarbeiten bei der Rheinwasseraufbereitungsanlage in Biebesheim verzichtet wurde. 

 

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Pressestelle BUND Hessen

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presse(at)bund-hessen.de
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