BUND Landesverband
Hessen e.V.

Pressemitteilung

Mehr Europäische Wildkatzen in Deutschland – BUND ruft zu besonderer Wachsamkeit im Straßenverkehr auf

14. Dezember 2020 | Wildkatze, Biologische Vielfalt

Die Europäische Wildkatze breitet sich in einigen Regionen Deutschlands aus. Damit setzt sich der erfreuliche Trend der vergangenen Jahre fort. Der BUND ruft daher zu besonderer Wachsamkeit im Straßenverkehr auf. Vor allem in der dunklen Jahreszeit ist die Gefahr des Straßentods für die Wildkatze höher.

Wildkatze im Winterwald. (Foto: blickpunkt natur – Helmut Weller)

Die Europäische Wildkatze breitet sich in einigen Regionen Deutschlands weiter aus, wie eine aktuelle Untersuchung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) belegt. Zugleich warnt der BUND vor den Gefahren, die für die nachtaktiven Tiere besonders in der dunklen Jahreszeit vom Straßenverkehr ausgehen.

„In mehreren Regionen Deutschlands sind uns erfreuliche neue Nachweise der Europäischen Wildkatze gelungen. Neben den neuen Beobachtungen durch den BUND in Nord-, Ost- und Süddeutschland haben wir erst kürzlich vier Wildkatzen bei uns in Mittelhessen rund um Butzbach am Rand des Taunus nachgewiesen. Damit setzt sich ein Trend der vergangenen Jahre fort: Die Wildkatze scheint sich langsam weiter auszubreiten“, sagt Susanne Steib, Wildkatzen-Projektmanagerin beim BUND Hessen. „Wir rufen daher zu besonderer Wachsamkeit im Straßenverkehr auf. Denn in der dunklen Jahreszeit sind mehr Autofahrerinnen und Autofahrer unterwegs, während auch die nachtaktive Wildkatze durch ihr Revier streift. Außerdem sind viele Jungkatzen noch auf Wanderschaft. Der Straßentod ist leider nach wie vor die häufigste Todesursache der Europäischen Wildkatze.“

Vor allem in den hessischen Wildkatzengebieten wie im Taunus, Spessart, Lahn-Dill-Bergland, Vogelsberg und Hessischen Bergland ist besondere Vorsicht geboten.

Die weitere Ausbreitung der Wildkatze bringt jedoch auch Risiken für die gefährdete Tierart mit sich. Steib: „Gerade in Gebieten, in denen noch wenige Wildkatzen leben, ist jede überfahrene Katze ein harter Verlust, der den gesamten kleinen Bestand gefährden kann.“ Der BUND ruft deshalb dazu auf, in diesen Monaten besonders auf Wildwarnschilder zu achten, die Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten und den Straßenrand im Auge zu behalten.

 

Weitere Informationen: 

  • Der BUND setzt sich bereits seit über 15 Jahren mit seinem Projekt „Rettungsnetz Wildkatze“ in ganz Deutschland für die Erforschung und den Schutz der Europäischen Wildkatze ein. Genaue Informationen über die neuen Wildkatzennachweise in ganz Deutschland finden Sie beim BUND Bundesverband unter www.bund.net/wildkatze
  • Die Wildkatze in Hessen
  • Karten zur Verbreitung der Wildkatze und Fotos (Das Copyright entnehmen Sie bitte der Fotobeschreibung.)
  • Pressekontakt:
    Susanne Steib, Wildkatzen-Projektmanagerin beim BUND Hessen | 069 677 376 16

 

 

Pressestelle BUND Hessen

Lynn Sophie Anders
069 677376 43
presse(at)bund-hessen.de
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