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BUND Landesverband
Hessen e.V.

Pressemitteilung

Frankfurter Flughafen: Keine Zwischenlagerung verseuchter Erde

27. Februar 2020 | Flughafen, Umweltgifte, Mobilität

Auf dem Flughafengelände wurde mit PFC (per- und polyfluorierten Chemikalien) verseuchter Boden entdeckt. Noch gibt es keine Pläne, diese Erde dauerhaft und sicher zu lagern. Der BUND fordert eine dauerhafte Entsorgungslösung!

Eine dauerhafte Entsorgungslösung für die verseuchte Erde am Frankfurter Flughafen ist dringend erforderlich! (Foto: Lynn Anders / Bund Hessen)

Pressemitteilung vom 27. Februar 2020

Keine Zwischenlagerung verseuchter Erde am Frankfurter Flughafen! Der BUND fordert eine dauerhafte Entsorgungslösung

Der hessische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) lehnt das Zwischenlager der mit per- und polyfluorierten Chemikalien – kurz PFC – verschmutzten Erde auf dem Flughafengelände ab. Der BUND fordert in seiner am 27. Februar 2020 eingereichten Einwendung die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung nach den gesetzlichen Bestimmungen. 

Der Umweltverband hat die Sorge, dass aus dem Zwischenlager ein Dauerlager wird. Diese Sorge besteht trotz der Mitteilungen der Fraport AG, dass man möglicherweise schon kurzfristig einen Teil der verseuchten Erde andernorts entsorgen lassen kann. Nötig ist eine vollständige und rechtsverbindliche Entsorgungslösung und nicht Stückwerk. Es muss gewährleistet sein, das künftig weder die Umwelt oder, noch schlimmer, Menschen geschädigt werden könnten. Der Verband kritisiert außerdem den Umgang der Fraport AG und der Genehmigungsbehörde mit dem Vorgang. Stephan Baumann, Vorstandsmitglied des BUND Hessen: „Die Probleme wurden zuerst monatelang verschwiegen und sie sind bis heute nicht gelöst. Ein transparentes und Vertrauen weckendes Vorgehen sieht anders aus.“

Für den BUND ist nicht nachvollziehbar, dass der Umfang der Bodenverschmutzung für die Fraport AG und die Behörden erst im letzten Jahr erkennbar geworden sein soll. Schön länger ist bekannt, dass der Boden im Bereich des Terminals durch „Löschschaum“ aus dem Betrieb der früheren US Air Base mit PFC belastet ist. Der Umfang der Belastung hätte deshalb eigentlich im Rahmen des 2007 abgeschlossenen Planfeststellungsverfahren und vertiefend für das anschließende Baugehnehmigungsverfahren ermittelt werden müssen. Dass eine solche genauere Ermittlung erst möglich sei, seit im vergangenen Jahr ein neues Messverfahren eingesetzt werden müsse (vgl. Frankfurter Rundschau vom 05.11.2019), glaubt der BUND der Fraport AG nicht. Wenn man gewollt hätte, hätte man den Belastungsumfang auch schon früher ermitteln müssen. Der BUND kritisiert auch, dass die Problematik anschließend von der Fraport und dem Regierungspräsidium monatelang verheimlicht und nicht sofort öffentlich gemacht wurde.

 

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Lynn Anders
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presse(at)bund-hessen.de
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