BUND Landesverband
Hessen e.V.

Pressemitteilung

Durstigen Stadtbäumen helfen! BUND & Grünflächenamt Frankfurt rufen Bürgerinnen und Bürger zur Stadtbaumbewässerung auf

23. April 2021 | Naturschutz, Lebensräume

Hessens Bäume haben Durst: Zum Tag des Baums am 25. April rufen BUND Hessen und das Grünflächenamt der Stadt Frankfurt am Main Bürgerinnen und Bürger auf, Stadtbäume zu gießen.

Hessens Stadtbäume haben Durst. (Foto: Lynn Anders / BUND Hessen)

Gemeinsame Pressemitteilung von BUND Hessen & Grünflächenamt Frankfurt am Main vom 23. April 2021
 

Zum Tag des Baums am 25. April rufen der hessische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Hessen) und das Grünflächenamt der Stadt Frankfurt am Main Bürgerinnen und Bürger auf, Stadtbäume zu gießen, denn Hessens Bäume haben Durst.

„Wir blicken besorgt auf die bevorstehende warme Jahreszeit. Einen weiteren trocken-heißen Sommer würden viele Bäume nicht überleben. Um den Folgen der Klimaerwärmung in Städten wirkungsvoll gegenzusteuern, müssen wir bestehende Straßen- und Parkbäume erhalten. Daher rufen wir alle Hessinnen und Hessen auf, Stadtbäume zu gießen“, betont Jörg Nitsch, Landesvorsitzender des BUND Hessen

Der Erhalt und die Neupflanzung von Bäumen in der Stadt ist eine der wichtigsten Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel und dient auch der Gesundheit der Menschen. Rosemarie Heilig, Umweltdezernentin der Stadt Frankfurt, erklärt dazu: „Der Schutz der Frankfurter Stadtbäume hat höchste Priorität für uns. Das Grünflächenamt Frankfurt sucht derzeit nach nachhaltigen und langfristigen Bewässerungsstrategien, aber dieser Prozess ist zeitaufwendig. Bis dahin freuen wir uns über die Unterstützung der Frankfurterinnen und Frankfurter beim Gießen der Bäume. Bis heute gibt es bereits 146 Baumpaten in Frankfurt, die Bäume in ihrer Nachbarschaft bewässern“.

Worauf gilt es bei der Bewässerung der Stadtbäume zu achten?

Wenn der Boden ausgetrocknet ist, sind pro Baum wöchentlich 80-100 Liter Wasser nötig, die auf ein Mal gegossen werden sollten. Das entspricht etwa dem Inhalt von 10 großen Gießkannen. Damit der Boden das Wasser aufnehmen kann, sollte der Bereich um die Wurzeln zuerst langsam angefeuchtet werden, damit die Erde wieder aufnahmefähig wird. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte Regen- oder Brauchwasser aus Haushalt und Garten anstelle von kostbarem Trinkwasser verwendet werden.

Bäume, die stark unter Trockenstress leiden, erkennt man daran, dass sich die Blätter einrollen und vergilben. Im Wipfel sind die Symptome zuerst sichtbar: Bei anhaltender Trockenheit wird dann ein Großteil oder gar die ganze Krone schütter. Als Folge bilden die Bäume nur noch kleinere und sichtbar hellere Blätter aus. In letzter Konsequenz werden die Blätter sogar lange vor dem Herbst abgeworfen. 

Hintergrund:

Stadtbäume spenden Schatten, lassen die Umgebungstemperatur spürbar sinken und filtern Schadstoffe aus der Luft. Bei anhaltend hohen Temperaturen dienen sie daher auch der Gesundheit der Menschen. Gleichzeitig sind Städte extreme Standorte für Bäume: Verdichtete und versiegelte Böden schränken den Wasser- und Lufthaushalt im Boden ein, Streusalze im Winter sowie die durch die dichte Bebauung in Städten typischen höheren Temperaturen im Sommer stellen eine zusätzliche Belastung dar. Bei anhaltender Hitze ist der Boden häufig zu trocken, um Regenwasser aufzunehmen. Insbesondere junge Bäume oder Flachwurzler kommen nicht an das Grundwasser und sind deshalb auf zusätzliche Wasserversorgung angewiesen. Als Folge der trocken-heißen Sommer 2018, 2019 und 2020 leiden mittlerweile sogar alte, tiefwurzelnde Bäume.

 

Weitere Informationen:

 

Pressestelle BUND Hessen

Lynn Sophie Anders
069 677376 43
presse(at)bund-hessen.de
www.bund-hessen.de

BUND Landesverband Hessen e.V.
Geleitsstraße 14
60599 Frankfurt am Main

 

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