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Hessen e.V.

Pressemitteilung

„Der Wald wird im Ballungsraum immer wichtiger“ - BUND begrüßt Gesetzesinitiative zur Stärkung des Bannwaldschutzes

07. Juli 2021 | Bannwälder erhalten, Wälder

BUND begrüßt Gesetzesinitiative zur Stärkung des Bannwaldschutzes

Bannwald am Langener Waldsee retten (Grafik und Foto: Niko Martin)

Frankfurt am Main, Pressemitteilung vom 07. Juli 2021

Der hessische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Hessen) begrüßt die heute von den Regierungsfraktionen CDU und Bündnis 90/Die Grünen eingebrachte Novelle des hessischen Waldgesetzes zur Stärkung des Bannwaldschutzes. Jörg Nitsch, Vorsitzender des BUND Hessen: „Wegen des Klimawandels wird der Wald als Frischluftliferant und Erholungsraum insbesondere im Ballungsraum immer wichtiger.“

Der BUND geht davon aus, dass nach der Novelle für sehr lange Zeit kein Bannwald mehr für den Abbau von Kies und Sand gerodet werden darf und damit eine der größten Gefahren für den Bannwald im Rhein-Main-Gebiet wegfällt. Aktuell gefährdet sind derzeit 40 Hektar Wald unmittelbar westlich des Frankfurter Flughafens, denn für diese Fläche gibt es seit vielen Jahren ein Abbauinteresse.

„Mit der Gesetzesänderung wird zumindest auch das Ärgernis der fehlenden oder unzureichenden Rekultivierungen der Sand- und Kiesgruben ausgeschlossen, denn wenn kein Abbau zugelassen wird, entsteht das Rekultivierungsdefizit gar nicht erst“, freut sich Jörg Nitsch vom BUND. Der BUND hatte in den letzten Jahren immer wieder darauf hingewiesen, dass die Aufforstung der Flächen am Langener Wald See nicht gelingt. Die Firma Sehring hatte aus ihren Versäumnissen dann die Flucht nach vorn angetreten und eine Verlängerung der Rekultivierungszeit bis 2038 beantragt.

Kein Licht ohne Schatten

Grundsätzliche Zustimmung findet beim BUND auch die in der Novelle enthaltene Möglichkeit zum Bau von Radwegen im Bannwald. „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Doch wer den Wald vor den Folgen des Klimawandels schützen will, kann sich den Maßnahmen für eine Verkehrswende nicht grundsätzlich verschließen“, begründet der Jörg Nitsch die Haltung seines Verbandes. Er kündigte zugleich an, dass sich der BUND jede einzelne Radwegeplanung auf Möglichkeiten der Schadensminimierung genau prüfen werde.

 

Hintergrund:

Gesetzentwurf der Fraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN "Gesetz zur Stärkung des Schutzes des Bannwaldes in Hessen":

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Weitere Informationen

 

Pressestelle BUND Hessen

Lynn Sophie Anders
presse(at)bund-hessen.de
www.bund-hessen.de

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60599 Frankfurt am Main

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