BUND Landesverband
Hessen e.V.

Pressemitteilung

BUND-Kommentar zur HLNUG-Bilanz zum Wolfs-Monitoringjahr 2021/22

04. Mai 2022 | Wolf, Biologische Vielfalt

Aus dem Monitoringbericht 2021/22 zum Wolf geht hervor, dass es weniger Nutztierrisse trotz steigender Wolfspopulation in Hessen gibt.

Der Wolf kehrt nach Hessen zurück.  (Fotos: Cornelia Arens / Klick Faszination)

Der BUND Hessen macht darauf aufmerksam, dass mehr Wölfe nicht mehr Nutztierrisse bedeuten.

Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) hat eine Bilanz zum Ende des Wolfs-Monitoringjahres 2021/2022 gezogen. Für Thomas Norgall, Naturschutzreferent des hessischen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Hessen), ist bemerkenswert, dass die Zahl der Nutztierrisse seit drei Jahren zurück gegangen ist:

„Mehr Wölfe, aber weniger Probleme! Das ist eine wirklich gute Nachricht. Die Fakten sprechen eine eindeutige Sprache und sollten alle Beteiligten zu einer sachlichen Diskussion ermahnen. Niemand sollte den Wolf zum Sündenbock für die schwierige Situation von Weidetierhalter*innen machen. Der Schlüssel im Zusammenleben mit dem Wolf liegt im Herdenschutz. Hingegen wird die von vielen geforderte Bejagung des Wolfes die Konflikte verschärfen. Weidetierhalter*innen benötigen unabhängig vom Wolf eine wirtschaftliche Stützung. Denn ohne Schafbeweidung werden z. B. auch viele heimische Pflanzen – wie seltene Orchideen – verschwinden.“

Hintergrund:

Der BUND setzt sich für das Zusammenleben zwischen Wolf und Mensch ein. Herdenschutzmaßnahmen soll der Staat finanzieren, denn die nötigen Mehraufwendungen sollten nicht auf die Weidetierhalter*innen verlagert werden. Wölfe, die den Herdenschutz nachweislich überwinden, sollen auch entnommen werden können. Hierzu gibt es einen gemeinsamen Leitfaden aller Bundesländer und der Bundesregierung. Die behauptete Regelungslücke gibt es nicht. Die Forderung nach einer Bestandsregulierung durch die Jagd lehnt der BUND als kontraproduktiv ab. Solche Abschüsse würden die Probleme vergrößern.

 

Weitere Informationen

 

Pressestelle BUND Hessen

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