BUND Landesverband
Hessen e.V.

Pressemitteilung

BUND fordert Nachfolgeangebot für das 9-Euro-Ticket

22. August 2022 | Mobilität, Klimawandel

Mit Ende August endet das 9-Euro-Ticket. Das Fazit nach den drei Monaten "Pilotprojekt": die Nachfrage der Bürger*innen für solche Angebote war und ist hoch. Der BUND Hessen fordert deshalb für Umwelt, Mensch und Klima eine Ausweisung des 365-Euro-Tickets.

Der ÖPNV ist unverzichtbar für die Mobilitätswende.  (Foto: Niko Martin)

Der hessische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Hessen) fordert die Landesregierung und die im Hessischen Parlament vertretenen Parteien auf, sich bei der Bundesregierung für ein Nachfolgeangebot des 9-Euro-Tickets einzusetzen. Jörg Nitsch, Vorsitzender des BUND Hessen: „Das 9-Euro-Ticket ist ein Erfolgsmodell! Die Menschen nutzen es. Sie wollen, dass es ein Nachfolgeangebot gibt, das Bahnfahren ähnlich praktisch und günstig macht. Der Ausbau der Bahn und des Nahverkehrs sowie die Einführung günstiger Ticketpreise und eine einheitliche, leicht verständliche Preisgestaltung sind alle unverzichtbare Elemente der Mobilitätswende und dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.“ Vorstellbar wäre ein hessisches 365- Euro-Ticket für den regionalen und öffentlichen Nahverkehr, das für alle Menschen in Hessen verfügbar ist.

Der BUND Hessen verweist auf die positive Bilanz des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV). Dieser hatte das 9-Euro-Ticket als „großen Erfolg“ bewertet und ein Nachfolgeangebot gefordert. Jörg Nitsch: „2,3 Millionen verkaufte 9-Euro-Tickets im Bereich des RMV und rund 30 Prozent der Fahrten durch Neukunden: Das sind viele tausend Argumente hessischer Bürgerinnen und Bürger für eine Stärkung des Nahverkehrs, der Bahn und der Verkehrswende.“

Die Behauptung, dass ein Folgeangebot für das 9-Euro-Ticket nicht finanzierbar sei, lässt der BUND nicht gelten. „Das Geld ist da. Es kommt nun aber darauf an, wie es ausgegeben wird. Mehr Geld für Busse und Bahnen statt eines weiteren Autobahnausbaus muss ein wichtiges Prinzip werden“, sagt Jörg Nitsch. Zur weiteren Finanzierung sollten aus Sicht des BUND die Einnahmen aus der CO2-Abgabe, der Lkw-Maut und dem Abbau klimaschädlicher Subventionen genutzt werden. Das Umweltbundesamt errechnete, dass allein durch den Abbau der klimaschädlichen Subventionen, wie beispielsweise dem Dienstwagenprivileg, der Entfernungspauschale, Steuererleichterung für Diesel und Steuerbefreiung von Kerosin, insgesamt ca. 30,8 Mrd. umverteilt werden können. Damit könnte das 365-Euro-Ticket und die Fortführung des 9-Euro-Tickets für Menschen mit geringem Einkommen finanziert werden.

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