BUND Landesverband
Hessen e.V.

Streuobst

Streuobstflächen beherbergen bis zu 5.000 oft stark gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Damit zählen sie zu den artenreichsten Biotopen Deutschlands und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.

Der BUND fordert mehr Engagement im Streuobstschutz

  • Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Strategie zum Schutz der Streuobstbestände umsetzen!
  • Städte und Kommunen müssen die Umwandlung von Streuobst in Bauland beenden!
  • Sicherstellung der Obstbaumpflege, um alte Streuobstbestände zu schützen!
  • Neupflanzungen von Streuobst fördern, um den artenreichen Lebensraum zu sichern!
  • Beratungs- und Hilfsangebote zur Pflanzung und Pflege von Streuobst ausbauen!

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Tradition Streuobstpflanzung

Streuobstblüte in Seeheim-Jugenheim Blühende Streuobstwiese in Seeheim-Jugenheim.  (Foto: Lynn Anders / BUND Hessen)

Streuobst hat in Deutschland eine lange Tradition. 2021 wurde der Streuobstanbau von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Besonders in Hessen hat es eine besondere Bedeutung, denn die Streuobstbestände bilden die Grundlage für die Apfelweinkultur.  

Dennoch sind die deutschen Streuobstbestände in keinem guten Zustand: In den vergangenen Jahrzehnten wurden viele Bestände gerodet, um Bauland oder Ackerfläche zu schaffen. Ebenso führten fehlendes Wissen bei der Pflege und mangelnde Wertschätzung zur Vernachlässigung dieses besonderen Lebensraums. So gibt es heute rund 20 Prozent weniger Streuobstflächen als noch vor 20 Jahren. Viele der noch bestehenden Streuobstbestände sind mittlerweile stark veraltet. Um weiter bestehen zu können, sind sie auf Pflege angewiesen – dazu zählen Neupflanzungen, Baumschnitte und eine regelmäßige Mahd oder Beweidung der Wiesen durch Nutztiere.

Ansprechpartnerin beim BUND Hessen

Susanne Steib

BUND Hessen Managerin Naturschutzprojekte
E-Mail schreiben Tel.: 069 677376-16

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