Die Projektidee entstand Ende 2004 beim BUND Ortsverband unter dem Eindruck der zur Ortsumgehung Biedenkopf im Zuge der B 62 angelegten Renaturierungsmaßnahmen im Bereich „Erler Loch“ und der Kenntnis über den hohen Anteil von Flächen im Eigentum der öffentlichen Hand (Stadt Biedenkopf, Ankaufsflächen der Straßenverwaltung). Zudem waren infolge des Straßenbaues ein Rückzug der traditionellen Landwirtschaft, Verbrachungstendenzen und zeitweise Flächenbelegung durch intensiv genutzte Pferdekoppeln feststellbar.
Die Projektziele decken sich auch mit der Planung des Regierungspräsidiums Gießen zu Maßnahmen der Auenentwicklung an der Oberen Lahn. Stadt, Kreis und Straßenverwaltung wurden durch Präsentationen, intensive Abstimmung und Konzeptentwicklung für das Projekt gewonnen und stellen ihre Flächen bereit. Privatflächen wurden bzw. werden sukzessive durch den BUND mit Mitteln aus der naturschutzrechtlichen Ausgleichsabgabe erworben. Kurzfristig ergab sich der Kontakt zu einem Betrieb mit Rotem Höhenvieh, der die Verfügbarkeit von Fläche in der Lahnaue auch für die Erweiterung seines Rinderbestandes nutzt. Bereits seit Anfang 2005 konnte daher eine extensive Weidenutzung etabliert werden.