Aufgrund ihres Wertes dürfen Streuobstbestände nicht still und heimlich durch Bebauung, Zerschneidung und Nutzungsänderung verschwinden. Ihr Bestand muss vielmehr regelmäßig erfasst und öffentlich dargestellt werden. Deshalb erfolgte durch die Orts- und Kreisgruppen des BUND Hessen sowie externe Helfer in den Jahren 2008 und 2009 eine Kartierung der hessischen Streuobstbestände. Diese wurden mit Hilfe eines standardisierten Kartierbogens erfasst und auf Karten dargestellt. Es erfolgte ein Ergebnisvergleich mit der letztmaligen Kartierung von 1986 (NABU und HGON).
Die aktuelle Kartierung gibt Aufschluss über Bestandsgrößen und Merkmale der Vorkommen. Sie kann zeigen, ob die momentanen Rahmenbedingungen dem Erhalt der Streuobstbestände dienen oder weitergehende Forderungen gestellt werden müssen. Ferner kann sie zur räumlichen Steuerung von Neupflanzungen und zur schnellen Ermittlung herangezogen werden, ob ein Bauvorhaben eine Streuobstwiese betreffen wird.
Bereits jetzt haben die Kartierarbeiten im Feld und die vielfältigen Begleitaktionen zu reger Medienpräsenz geführt und dazu beigetragen, die Öffentlichkeit über das Thema Streuobst zu informieren sowie neue Aktive für den Naturschutz zu gewinnen.