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BUND-Schnucken-Projekt – Agrarwende konkret!

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Hessen wurde im Herbst 2001 Eigentümer einer 300-köpfigen Schafherde.

Ziel des Bund-Schnucken-Projektes ist es, in den letzten Jahren in Südhessen brachgefallene Sandmagerrasen und Feuchtwiesen zu beweiden und die auf ihnen vorkommenden Tier- und Pflanzenarten vor dem Aussterben zu bewahren.

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Projektbeschreibung

BUND-Schnucken

Bei den inzwischen 600 vierbeinigen Mitstreiter des BUND handelt es sich um Heidschnucken und die stark in ihrem Bestand bedrohten Moorschnucken. Beide sind als alte Landschaftsrassen besonders klein, leicht und genügsam. Sie eigenen sich sehr gut für die Landschaftspflege auf mageren Standorten.

Die Beweidung mit Schafen und insbesondere die sogenannte Wanderschäferei war früher überall in Hessen weit verbreitet und hat wesentlich zur Entstehung wertvoller offener und halboffener Landschaften beigetragen. Magerrasen, Streuobstwiesen oder auch viele Waldwiesen wurden früher regelmäßig beweidet. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten – mittlerweile allesamt auf den Roten Listen – benötigen in ihren Lebensräumen die regelmäßige Beweidung, vorzugsweise durch Schafe.

In Zukunft soll die BUND-Schafherde wertvolle Landschaftsbestandteile wie das Streuobstgebiet „Rödergewann von Mörfelden-Walldorf“, das Naturschutz- und FFH-Gebiet „Schwanheimer Düne“ in Frankfurt, das Naturschutz- und FFH-Gebiet „Untere Gersprenzaue“ sowie das Naturschutz- und FFH-Gebiet „Weihersberg bei Kiedrich“ beweiden. In diesen Gebieten befinden sich wertvolle Sandmagerrasen, Streuobst- und Feuchtwiesen, denen die Verbuschung und damit der dauerhafte Verluste seltener Tier und Pflanzenarten droht. Die Schafe sollen die Landschaft in den Gebieten offen halten und eine sinnvolle Verwertung des Aufwuchses garantieren.

Von dieser Pflege profitieren speziell bedrohte Tierarten wie der Steinkauz oder Neuntöter, die zur Nahrungssuche auf offene und kurzrasige Wiesen und Magerrasen angewiesen sind. Auch Pflanzenarten der Roten Liste wie die Sandstrohblume, der Bauernsenf oder das Zwerggras sind auf das Offenhalten der Landschaft und die Bodenverwundungendurch z.B. Schafklauen angewiesen, um zu überleben.
Die BUND-Schnuckenherde wurde an den gelernten Schäfer Stefan Schmidt verpachtet. Ziel ist es, das so produzierte Fleisch direkt und über Ökoläden zu vermarkten.

Finanzierung

Die Weiße Hornlose Moorschnucke steht auf der Roten Liste der gefährdeten Haustierrassen - ungeschoren.
Die Weiße Hornlose Moorschnucke steht auf der Roten Liste der gefährdeten Haustierrassen - ungeschoren.

Finanziert wurde das Agrarwendeprojekt mit Hilfe von Spenden von zahlreichen Orts- und Kreisverbänden des BUND Hessen sowie Einzelspendern. Das Konzept, wonach ein großer Umwelt- und Naturschutzverband nicht selbst wirtschaftlich tätig wird, aber tatkräftig mit viel know how und Anschubfinanzierung einen zukünftigen Ökobetrieb aus der Taufe hebt, könnte Modellcharakter für weitere derartige Projekte haben.

Um die „Schäfchen endgültig ins Trockene zu bringen“, benötigt der BUND weitere Unterstützung. Damit der junge Betrieb einen guten Start erhält, soll die Herde weiter wachsen und die nötige Begleitausrüstung erworben werden.

Das BUND-Schnucken-Team wäre über weitere Unterstützung dankbar und hat für das Landschaftspflegeprojekt ein Spendenkonto eingerichtet.

Spendenkonto

Bitte überweisen Sie auf das Konto:

BUND Frankfurt
Konto 13 84 61
BLZ 500 502 01
Frankfurter Sparkasse
Stichwort: BUND-Schnucken

Ab 50,- Euro erhalten Sie eine Spendenbescheinigung von uns, darunter gilt der Einzahlungsbeleg als Nachweis für das Finanzamt.
Bitte geben Sie für Spendenquittungen Ihre Adresse auf der Überweisung an.

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Faltblatt zum Download

Laden Sie sich das Faltblatt BUND-Schnucken-Projekt – Agrarwende konkret! (PDF; 150 KB) herunter.



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