Projektbeschreibung
Bei den inzwischen 600 vierbeinigen Mitstreiter des BUND handelt es sich um Heidschnucken und die stark in ihrem Bestand bedrohten Moorschnucken. Beide sind als alte Landschaftsrassen besonders klein, leicht und genügsam. Sie eigenen sich sehr gut für die Landschaftspflege auf mageren Standorten.
Die Beweidung mit Schafen und insbesondere die sogenannte Wanderschäferei war früher überall in Hessen weit verbreitet und hat wesentlich zur Entstehung wertvoller offener und halboffener Landschaften beigetragen. Magerrasen, Streuobstwiesen oder auch viele Waldwiesen wurden früher regelmäßig beweidet. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten – mittlerweile allesamt auf den Roten Listen – benötigen in ihren Lebensräumen die regelmäßige Beweidung, vorzugsweise durch Schafe.
In Zukunft soll die BUND-Schafherde wertvolle Landschaftsbestandteile wie das Streuobstgebiet „Rödergewann von Mörfelden-Walldorf“, das Naturschutz- und FFH-Gebiet „Schwanheimer Düne“ in Frankfurt, das Naturschutz- und FFH-Gebiet „Untere Gersprenzaue“ sowie das Naturschutz- und FFH-Gebiet „Weihersberg bei Kiedrich“ beweiden. In diesen Gebieten befinden sich wertvolle Sandmagerrasen, Streuobst- und Feuchtwiesen, denen die Verbuschung und damit der dauerhafte Verluste seltener Tier und Pflanzenarten droht. Die Schafe sollen die Landschaft in den Gebieten offen halten und eine sinnvolle Verwertung des Aufwuchses garantieren.
Von dieser Pflege profitieren speziell bedrohte Tierarten wie der Steinkauz oder Neuntöter, die zur Nahrungssuche auf offene und kurzrasige Wiesen und Magerrasen angewiesen sind. Auch Pflanzenarten der Roten Liste wie die Sandstrohblume, der Bauernsenf oder das Zwerggras sind auf das Offenhalten der Landschaft und die Bodenverwundungendurch z.B. Schafklauen angewiesen, um zu überleben.
Die BUND-Schnuckenherde wurde an den gelernten Schäfer Stefan Schmidt verpachtet. Ziel ist es, das so produzierte Fleisch direkt und über Ökoläden zu vermarkten.
Fragen zum Projekt beantworten…
- BUND Kreisverband Frankfurt: Heidi Wieduwilt, Tel. (069) 30 25 35
- In der BUND Landesgeschäftstelle: Thomas Norgall.






