Die Vision: 20.000 km Wanderwege für die Wildkatze

Und sechs Millionen Hektar Wald in Deutschland vernetzen! Damit diese Idee Wirklichkeit wird, haben Biologen und Planer aufbauend auf umfangreichen Kartierungen ein länderübergreifendes Biotopverbundkonzept erarbeitet – den Wildkatzenwegeplan. Er zeigt, wie die aktuellen Wildkatzenvorkommen untereinander, aber auch mit potentiell geeigneten Verbreitungsgebieten verbunden werden können. Grüne Korridore aus Büschen und Bäumen sollen den Wildkatzen und anderen waldgebundenen Arten Deckung geben bei ihren Wanderungen durch ausgeräumte Landschaften.

Der bundesweite Wildkatzenwegeplan ermöglicht die sinnvolle Umsetzung von Vernetzungsprojekten in Abstimmung mit Behörden, Landnutzern und Verbänden und wurde 2007 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Wildkatzenwegeplan in Hessen (2007)

Wildkatzenwegeplan Hessen

Ein eigener Wildkatzenwegeplan für Hessen gibt im Maßstab 1:200.000 einen landesweiten Orientierungsrahmen. Er zeigt genauer den potentiellen Verlauf der Korridore innerhalb des Bundeslandes sowie zu Vorkommen in den Nachbarländer und benennt Konflikte und Lösungsmöglichkeiten. Seit März 2013 bildet dieser Plan die Grundlage der Waldbiotopverbundplanung des Landes Hessen (Download "Landesweiter Biotopverbund für Hessen" von den Seiten des HMUELV). Für den Erlass des Hessischen Umweltministeriums und des Hessischen Wirtschaftsministeriums wurden die Vorarbeiten des BUND aufgegriffen und aktualisiert. Bei der nächsten Novelle wird die Biotopverbundplanung in den Landesentwicklungsplan integriert. Dann erhält die Planung einen für alle Behörden verbindlichen Charakter.

 

Die Detailpläne in Hessen (2008/09)

Besonders wichtig ist die Verbindung des Taunus über das Rothaargebirge zum Knüll. Zwei weitere Wegepläne stellen diese Korridore flächenscharf im Maßstab 1:25.000 dar. Verbesserungswürdige Offenlandbereiche und konfliktträchtige Verkehrswege werden identifiziert und ermöglichen zusammen mit Maßnahmenkatalogen die konkrete Umsetzung des Korridors vor Ort. In Hessen wird damit im Kreis Waldeck-Frankenberg begonnen.

Die beiden umfangreichen Konzepte sowie die detaillierten Karten stellen wir Planern und Behörden bei Bedarf gerne zur Verfügung, bitte wenden Sie sich an:

Im interaktiven Wegeplan, der gemeinsam mit der Freiburger Firma geOps überarbeitet wurde, erfahren Sie, ob auch in Ihrer Region ein ein Korridor geplant ist. Hier geht’s zum interaktiven Wildkatzenwegeplan von geOps.

Hier geht’s zum interaktiven Wildkatzenwegeplan von geOps.

Bitte beachten Sie zu der Genauigkeit der Korridore folgende Informationen:


Methode des Wegeplans

Der Wildkatzenwegeplan basiert auf Kartierungen der aktuellen Vorkommen und der geeigneten Lebensräume sowie auf Untersuchungen zum Raumnutzungsverhalten der Wildkatze. Mit Hilfe von Computerprogrammen und Daten der Erdoberfläche modellierten Experten die für die Wildkatze einfachsten Wege zwischen den Waldgebieten. Hierfür bekamen verschiedene Landnutzungstypen wie Wald und Siedlungen auf die Wildkatze zugeschnittene Widerstandswerte zugeordnet. So ist z.B. Wald als günstig für die Wildkatze, Siedlungen dagegen als ungünstig einzustufen. Für die Feinplanung auf Bundesland- und Korridorebene werden weitere Hilfsmittel wie Luftbilder und Verkehrswegenetze hinzugezogen. So bestimmen z.B. Hecken als Leitstruktur und Straßen als Konfliktpunkte den genauen Verlauf der Korridore.



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