Erste Ergebnisse aus dem „Wildkatzensprung“: Untersuchungsjahre 2012 - 2014

Karte der Lockstockflächen in Hessen

Hessisches/Nordrhein-Westfälisches Rothaargebirge – RK – 50 Lockstöcke

In drei Untersuchungsperioden wurden rund 250 Haarproben untersucht, 170 mal konnte dabei ein Wildkatzennachweis erbracht werden, was eine sehr gute Erfolgsquote darstellt. Aufgrund der mangelnden Haaranzahl konnten nicht bei allen Proben Individualisierungen mittels Mikrosatellitenanalyse durchgeführt werden. In der Summe konnten wir mindestens 36 verschiedene Wildkatzen im Projektgebiet nachweisen. Der wiederholte Nachweis bestimmter Tiere zeigt uns, dass es sich bei der Mehrzahl der Tiere nicht um das Gebiet durchstreifende Individuen, sondern um sesshafte Wildkatzen handelt.

Aber nicht nur Wildkatzen fanden die Lockstöcke ganz „dufte“: Auch Wildschweine, Füchse, Marder, Hasen, Hunde und Hauskatzen hinterließen ihre Haare.

Odenwald (Odenwaldkreis) – OW – 50 Lockstöcke

Insgesamt wurden hier von den freiwilligen Helfern in den Jahren 2012 bis 2014 über 70 Haarproben gesammelt. Im Jahr 2012 gab es zunächst Hinweise auf den Nachweis einer Wildkatze, jedoch konnte dieser genetisch leider nicht mit abschließender Sicherheit bestätigt werden. Auch 2013 und 2014 gibt es aufgrund der Analysen keinen Hinweis auf die Anwesenheit von Wildkatzen im Odenwald.

Nordosthessisches Bergland (Werra-Meißner-Kreis) – HB – 50 Lockstöcke

Die Lockstockbeprobungen wurden hier in den Jahren 2013 bis 2015 durchgeführt, wobei über 200 Haarproben gesammelt werden konnten. Gut 50 Haarproben konnten eindeutig Wildkatzen zugeordnet werden und insgesamt 26 Individuen identifizieren. Aufgrund der hohen Anzahl an weiblichen Tieren können wir auch hier davon ausgehen, dass es sich um eine sesshafte Population handelt. Denn Katzen sind nicht so wanderfreudig wie die Kuder. Im Jahr 2015 konnten sogar 48 verschiedene Wildkatzen nachgewiesen werden. 

Vogelsberg (Vogelsbergkreis) – HE-A – 20 Lockstöcke

Im Jahr 2013 konnte im Schlitzer Land eine Wildkatze nachgewiesen werden, 2014 dann sogar sechs verschiedene Tiere in weiteren Bereichen des Vogelsbergkreises.

Messeler Hügelland (Kreis Darmstadt-Dieburg) - HE-B – 20 Lockstöcke

Hier konnten die fleißigen Helfer keine Wildkatzenhaare sammeln.

Krofdorfer Forst (Landkreis Gießen) – HE-C – 20 Lockstöcke

Im Krofdorfer Forst wurden bis Ende April 2014 über 200 Proben gesammelt, welche ein überaus erfreuliches Ergebnis zu Tage förderten: In mehr als 60 Fällen konnte nachgewiesen werden, dass eine Wildkatze ihre Haare am Lockstock hinterlassen hat. Diese Haare konnten 17 verschiedenen Individuen zugeordnet werden. Damit wissen wir nun, dass die Wildkatze auch durch den Krofdorfer Forst streift – der wissenschaftliche Erstnachweis für diesen Bereich ist erbracht und macht uns Wildkatzenschützer sehr stolz!

Bergstraße (Kreis Bergstraße) – HE-D – 14 Lockstöcke

Leider gelang kein Wildkatzen-Nachweis an der Bergstraße.

Östliche Wetterau/Büdinger Wald – HE-E – 20 Lockstöcke

In der einjährigen Beprobung konnten nördlich von Nidda drei verschiedene Wildkatzen nachgewiesen werden.



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