Die Vision: 20.000 km Wanderwege für die Wildkatze

Und sechs Millionen Hektar Wald in Deutschland vernetzen! Damit diese Idee Wirklichkeit wird, haben Biologen und Planer aufbauend auf umfangreichen Kartierungen ein länderübergreifendes Biotopverbundkonzept erarbeitet – den Wildkatzenwegeplan. Er zeigt, wie die aktuellen Wildkatzenvorkommen untereinander, aber auch mit potentiell geeigneten Verbreitungsgebieten verbunden werden können. Grüne Korridore aus Büschen und Bäumen sollen den Wildkatzen und anderen waldgebundenen Arten Deckung geben bei ihren Wanderungen durch ausgeräumte Landschaften.

Der bundesweite Wildkatzenwegeplan ermöglicht die sinnvolle Umsetzung von Vernetzungsprojekten in Abstimmung mit Behörden, Landnutzern und Verbänden und wurde 2007 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Wildkatzenwegeplan in Hessen

Wildkatzenwegeplan Hessen

Ein eigener Wildkatzenwegeplan für Hessen gibt im Maßstab 1:200.000 einen landesweiten Orientierungsrahmen und kann als Grundlage für die Landesentwicklung dienen. Er zeigt genauer den potentiellen Verlauf der Korridore innerhalb des Bundeslandes sowie zu Vorkommen in den Nachbarländer und benennt Konflikte und Lösungsmöglichkeiten. Besonders wichtig ist die Verbindung des Taunus zum Rothaargebirge und weiter zum Knüll.

Zwei weitere Wegepläne stellen diese Korridore flächenscharf im Maßstab 1:25.000 dar. Verbesserungswürdige Offenlandbereiche und konfliktträchtige Verkehrswege werden identifiziert und ermöglichen zusammen mit Maßnahmenkatalogen die konkrete Umsetzung des Korridors vor Ort. Nach Gesprächen mit dem BUND hat das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung bekundet, den Wildkatzenwegeplan bei der Neufassung des Landesentwicklungsplans zu berücksichtigen.

Ob auch in Ihrer Region Korridore geplant sind, zeigt unsere interaktive Karte auf Google Maps…

Wildkatzenwegeplan auf Google Maps

Bitte beachten Sie zu der Genauigkeit der Korridore folgende Informationen:


Methode des Wegeplans

Der Wildkatzenwegeplan basiert auf Kartierungen der aktuellen Vorkommen und der geeigneten Lebensräume sowie auf Untersuchungen zum Raumnutzungsverhalten der Wildkatze. Mit Hilfe von Computerprogrammen und Daten der Erdoberfläche modellierten Experten die für die Wildkatze einfachsten Wege zwischen den Waldgebieten. Hierfür bekamen verschiedene Landnutzungstypen wie Wald und Siedlungen auf die Wildkatze zugeschnittene Widerstandswerte zugeordnet. So ist z.B. Wald als günstig für die Wildkatze, Siedlungen dagegen als ungünstig einzustufen. Für die Feinplanung auf Bundesland- und Korridorebene werden weitere Hilfsmittel wie Luftbilder und Verkehrswegenetze hinzugezogen. So bestimmen z.B. Hecken als Leitstruktur und Straßen als Konfliktpunkte den genauen Verlauf der Korridore.



Schriftzug „Vorsicht! Verlaufen.” und riesiger Fußabdruck im Wald aus der Vogelperspektive.
  • Direkt zur Online-Spende! (Foto: eyewire / fotolia.com)
  • Direkt zum Online-Antrag! (Foto: eyewire / fotolia.com)

Kohlekraftwerke stoppen

  • Mit Ihrer Hilfe: Kein Block 6 Kohlekraftwerk Staudinger! (Grafik: Niko Martin)
  • Mit Ihrer Spende: Kein Braunkohlestaubkraftwerk Frankfurt-Fechenheim (Grafik: Niko Martin)

Ihre Spende hilft.

Jetzt online für das Wildkatzenprojekt spenden.

Haben Sie was für uns übrig?
Dann spenden Sie jetzt hier.

BUND-Hessen
Konto: 369 853
BLZ: 500 502 01
Frankfurter Sparkasse
Verwendungszweck: „Wildkatze“

Ihre Ansprechpartnerin beim BUND Hessen

Sarah Friedrichsdorf

Tel. 069 677376-16
Fax: 069 677376-20

sarah.friedrichsdorf@bund-hessen.de

LIFE Logo
Das Projekt „Biotopvernetzung – Netze des Lebens“ wird mit EU-Mitteln im Rahmen des Programmes LIFE+ gefördert.
Suche