Der Einsatz von Lockstöcken gilt als sicherste Methode des Wildkatzennachweises und wird zur Kontrolle der Verbreitung der Tiere eingesetzt. Dazu werden Holzpflöcke mit Baldrian besprüht und in möglichen Wildkatzengebieten aufgestellt. In der Ranzzeit lockt der Duft Katzen an, die auf der Suche nach einem Partner umherstreifen. Sie reiben sich am Stock und hinterlassen dabei Haare am rauen Holz. Diese Proben werden von Helfern abgenommen und im Forschungsinstitut Senckenberg analysiert, indem aus den Haaren die Erbsubstanz DNS herausgelöst wird. Die Ergebnisse der Gentests erlauben die sichere Unterscheidung zwischen Haus- und Wildkatze. Auch Individuen und Verwandschaftsverhältnisse können so ermittelt werden. Damit können die Wanderbewegungen einzelner Wildkatzen und die Herkunft der Vorkommen nachvollzogen werden.
Neben Lockstöcken können auch Fotofallen wichtige Hinweise auf die Verbreitung von Wildkatzen geben. Die Kameras werden im Wald aufgestellt und lösen selbsttätig über einen Bewegungsmelder aus. Vorbeiziehende Tiere werden so unbemerkt und ohne zu stören dokumentiert. Dies ist besonders für die heimliche und nachtaktive Wildkatze ein guter Trick. Um die Sichtungen zu bestätigen, müssen aber echte Nachweise z.B. mithilfe der Lockstöcke erbracht werden.