Das Männchen am ganzen Körper blaugrün in der Sonne schimmernd, das Weibchen eher metallisch grün bis bronzefarben, wird die Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens) ihrem Namen gerecht. Die durchscheinenden Flügel der Männchen weisen eine grünliche Tönung auf und besitzen eine schwarzblaue Binde in der Flügelmitte. Wegen ihres langsamen Flügelschlags und des eher gaukelnden Flugs werden die Prachtlibellen oft für Schmetterlinge gehalten.
Im Spätfrühjahr und den Sommer über sind die Prachtlibellen an langsam fließenden, klaren Gewässern leicht zu beobachten, da die Männchen ständig in ihren nur rund 3 m² großen Revieren patrouillieren, um Konkurrenten anzugreifen und zu vertreiben. Kommt dagegen ein Weibchen vorbei, wird es mit einem Schwirrflug begrüßt, dem dann häufig eine Kopulation in dem für Libellen typischen Paarungsrad folgt.
Nach einer kurzen Pause beginnt das Weibchen dann mit der Eiablage an Wasserpflanzen dicht unter der Wasserfläche. Aus den Eiern schlüpfen nach rund zwei Monaten die Larven, die räuberisch sind und sich von Insektenlarven, kleinen Schnecken, Würmern und Flohkrebsen ernähren. Sie besitzen die alle Libellenlarven kennzeichnende Fangmaske, eine Art Greifzange, die in Richtung der Beute vorschnellt und zupackt.