Braunkohlestaubkraftwerk Fechenheim – Quelle massiver Luftverschmutzung

Kein Braunkohlestaubkraftwerk Frankfurt-Fechenheim (Grafik: Niko Martin unter Verwendung eines Fotos von Christine Kirchhoff)


Am 19. April 2011 hat der BUND Hessen, auf Wunsch seines Kreisverbandes Frankfurt und mit Unterstützung der Bürgerinitiative „Zukunft Fechenheim“ Klage gegen den Genehmigungsbescheid zur Errichtung/Erweiterung des Braunkohlestaubkraftwerkes der AlessaChemie in Frankfurt-Fechenheim eingelegt. Die Klage ist ein praktischer Beitrag gegen die weitere Luftverschmutzung im Frankfurter Osten. Wir unterstützen die Bürgerinnen und Bürger im Frankfurter Osten bei ihrem Kampf um saubere Lauft und zunehmende Gesundheitsgefährdung.

25. Februar 2016

Braunkohlestaubkraftwerk in Frankfurt Fechenheim: Verwaltungsgerichtshof in Kassel hat entschieden – Enttäuschung beim BUND

Saubere Luft? (Grafik: Niko Martin; Foto der Schornsteine: Christine Kirchhoff)

„Die Bevölkerung im Frankfurter Osten muss nun weiter mit der hohen Luftbelastung leben,“ bedauert BUND Vorstandsmitglied Prof. Lutz Katzschner. Katzschner kündigt an, dass sein Verband die schriftliche Urteilsbegründung prüfen...

11. Februar 2014

Saubere Luft für Frankfurt: Fechenheim darf wieder hoffen! – Braunkohlestaubverbrennung kommt erneut vor Gericht

Saubere Luft! (Grafik: Niko Martin; Foto der Schornsteine: Christine Kirchhoff)

Der BUND Hessen hat mit seinem Einsatz gegen das Braunkohlestaubkraftwerk der AlessaChemie in Frankfurt-Fechenheim beim Verwaltungsgerichtshof in Kassel einen Teilerfolg erzielt. Nun geht es in die nächste Runde der...

Hintergrund – Schadstoffausstoß, Vorschriften zur Lufreinhaltung und keine Umweltverträglichkeitsprüfung?

45.000 Tonnen Kohlendioxid, 200 Tonnen Schwefeldioxid, 96 Tonnen Stickoxid, zwei Tonnen Staub und zwei Kilogramm Quecksilber stößt das neue Braunkohlestaubkraftwerk in Frankfurt-Fechenheim jährlich aus. Eine extreme Belastung für Mensch und Natur im Umfeld der Anlage. Zudem ist die Braunkohleverbrennung extrem klimaschädlich und bereits der Abbau der Braunkohle hat langfristige und großflächige Schäden für die Umwelt zur Folge.

Der BUND kritisiert in seiner Klagebegründung den Verstoß von AlessaChemie gegen die Vorschriften der Luftreinhaltung sowie den Verzicht der Firma auf die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Die von AlessaChemie angegebene Begründung, die Leistung der neuen Anlage liege unter der Grenze von 50 Megawatt (MW), ab welcher bei Kohlekraftwerken eine UVP-Pflicht einsetzt, überzeugt den BUND nicht. Auf dem Gelände befindet sich nämlich bereits eine Anlage mit einer Leistung von 19,9 MW. Zählt man die beiden neuen Braunkohlestaubkessel sowie die dazugehörige gasbetriebene Reserveanlage mit jeweils 19,9 MW Leistung hinzu, summiert sich die Gesamtleistung auf 60 MW und liegt damit eindeutig über dem gesetzlichen Grenzwert.

Umgehung des Emmissionshandels?

Zusätzlich vermutete der BUND eine bewusste Stückelung der Anlage durch AllessaChemie, die dadurch der vorgeschriebenen Teilnahme am Emissionshandel entgehen könnte. Gesetzlich verpflichtend wird dieser nämlich erst ab einer Leistung von 20 MW pro Anlage. Durch die Umgehung dieser Verpflichtung spart der Betreiber pro Jahr 60.000 Euro und muss zudem die in die Luft gelangten Schadstoffe nicht an anderer Stelle ausgleichen.

Klage in erster Instanz abgewiesen

Leider wurde die gemeinsame Klage des BUND, einer Fechenheimer Bürgerin und der Stadt Frankfurt vom Verwaltungsgericht Frankfurt in erster Instanz abgewiesen. Die Umweltverträglichkeit sei ausreichend geprüft worden, hieß es in der Begründung des Gerichts.

Betreiber und Nutzer lehnen Montage einer Rauchgasfilteranlage ab

Die nachträgliche Montage einer Rauchgasfilteranlage lehnten die beiden beteiligten Firmen, der Betreiber der Anlage, die Getec AG, und der Nutzer des so erzeugten Stroms, AllessaChemie, ab, sodass die Wogen zwischen Betreibern und Gegnern des Kraftwerks nicht einmal ansatzweise geglättet werden konnten.

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Wanderungen und Radtouren am Grünen Band. Verfasst von Dr. Reiner Cornelius, dem BUND Beauftragen für das Grüne Band.

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