Mit Ihrer Hilfe: Kein Block 6 im Kraftwerk Staudinger! Unterstützen Sie die Klage mit Ihrer Spende
Für Klimaschutz und erneuerbare Energien. Auf dieser Seite erfahren Sie weitere Hintergründe zum geplanten Kohlekraftwerk Block 6 Staudinger und, dass es Alternativen gibt.
Kohlekraft gegen erneuerbare Energien
Die Energiekonzerne halten weiterhin an einem Neu- oder Ausbau von Kohlekraftwerken fest. Das ist aber mit den notwendigen Maßnahmen zum Klimaschutz nicht vereinbar. Im Gegenteil: es gibt keine klimaschädlichere Form der Stromerzeugung als die Verbrennung von Kohle!
Die Produktion einer Kilowattstunde Strom aus Kohle erzeugt bis zu 950 g CO2. Hinzu kommt die Emission gesundheitsschädlicher Schadstoffe: für Block 6 Staudinger sollen 120 t Staub, 785 t Schwefeldioxid und 2045 t Stickoxide pro Jahr genehmigt werden.
Kohlekraftwerke haben nur einen Wirkungsgrad von etwa 50 %. Das heißt, die Hälfte der eingesetzten Energie wird nicht genutzt, sondern als Abwärme durch Kühltürme oder das Abwasser abgegeben. Zudem ist die fossile Ressource Kohle endlich.
Im Gegensatz dazu ist die Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien klimaschonend – beispielsweise liegt der CO2-Ausstoß einer Windkraftanlage bei etwa 40g pro kWh.
Ziel des BUND ist es, möglichst schnell zu einer 100% klimafreundlichen Energiegewinnung zu kommen. Damit steht der BUND nicht allein: sowohl der Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung als auch das Umweltbundesamt halten eine ausschließlich auf regenerativen Energiequellen basierende Stromversorgung bis 2050 für möglich.
Durch Umsetzung von Maßnahmen zur Stromeinsparung und zur effizienteren Nutzung von Strom sowie durch den Einsatz dezentraler Blockheizkraftwerke und verstärkte Nutzung der Windenergie ist nach Berechnungen des BUND Block 6 Staudinger gänzlich überflüssig.
5 Mio. Tonnen CO2 im Jahr mehr!
Verschattung und Lärmbelästigung nehmen zu!
Über 50% der eingesetzten Energie gehen verloren!
Schadstoffbelastung und Krebsrisiko bleibt!
Kohle aus Südafrika und Kolumbien unter Missachtung von Ökologie und Menschenrechten!
Quecksilberausstoß in die Luft und in den Main nimmt zu!
Kühlturm (180 m) verschandelt noch mehr die Landschaft!
Stickoxide, Staub und Schwermetalle werden nicht weniger!
Kohlekraftwerk Staudinger Block 6: Das WOLLEN und BRAUCHEN wir nicht!
Es gibt viele gute Gründe, die gegen den Bau von Block 6 sprechen, aber gibt es eine sinnvolle Alternative? Der BUND sagt: JA!
Das vom BUND entwickelte virtuelle „Zukunftskraftwerk“ geht davon aus, dass durch Energieeinsparung, Effizienzsteigerung und Einsatz erneuerbarer Energien die gleichen Dienstleistungen erzeugt werden können wie durch Block 6 – mit folgenden Vorteilen:
- 70% weniger CO2-Emissionen
- 40% weniger Gesamtkosten
- 50% weniger Luftschadstoffe
- 20–30-mal mehr Arbeitsplätze in Beratung und Umsetzung
- Wesentlich weniger Anfall von Kühlwasser
- 50% weniger Primärenergie nötig
- 100% weniger ungenutzter Abwärme
- Erheblich weniger Abfall
Der BUND weist nach, dass etwa ein Drittel des durch Block 6 erzeugten Stroms im Einzugsgebiet mit ca. 6 Mio. Einwohnern durch Stromsparen und Stromeffizienz ersetzt werden kann.
Mit Windenergie und durch dezentrale Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, die jeweils zur Hälfte mit Erdgas und mit Energie aus Biomasse betrieben werden, kann der dann notwendige Energiebedarf bereitgestellt werden. Bei Windflauten und nicht genügend Abwärmebedarf der KWK-Anlagen steht noch eine Kapazität von 600 MW im Staudinger-Block 4 bereit, der mit Erdgas betrieben wird und zeitweilig hochgefahren werden kann. Kurz gesagt: Block 6 ist überflüssig!
Unterstützen Sie uns, den Bau dieses klima-, umwelt- und gesundheitsbelastenden Block 6 zu verhindern!
2006
Dezember 2006: E.ON beschließt die Erweiterung um Block 6
2007
30. Juni 2007: Sternmarsch und Großdemonstration auf der Limesbrücke
28. August 2007: Entscheidung zur Durchführung eines Raumordnungsverfahrens (ROV)
2008
13. September 2008: Großdemonstration auf den Hainstädter Angerwiesen mit der Klima-Allianz
22. Dezember 2008: ROV wird eingeleitet
2009
7. Januar 2009: Demonstration vor dem Hessischen Landtag
24. März–3. April 2009: Erörterungstermin ROV, 20.000 Einwendungen eingereicht
4. Juni 2009: RP Darmstadt: Bau ist raumverträglich 3. September 2009: BUND Einwendungen: keine
ökologische Verbesserung
10.–20. November 2009: Erörterungstermin (Bundes-Immissionsschutzgesetz)
November 2009: Stadtwerke Hannover ziehen anfängliche Beteiligung von 25% am Block 6 zurück
2010
30. Oktober 2010: Demonstration der Bürger- initiative „Stopp Staudinger“, des BUND und der Klima- Allianz in Hanau
29. Dezember 2010: erste Teilgenehmigung
2011
Januar 2011: die Städte Hanau, Alzenau und Hainburg entscheiden sich, eine Klage einzureichen
21. Februar–21. März 2011: Auslegung der Unterlagen zum wasserschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren
2011: Bund Naturschutz in Bayern und BUND Hessen klagen gegen Staudinger Block 6
Heute: IHRE Spende kann das Projekt aufhalten!
2012 – geplante Inbetriebnahme
Der BUND setzt sich ein für mehr Klimaschutz und für eine zukunftsfähige Energieversorgung. An vielen Orten in Deutschland regt sich der Widerstand gegen den Neubau von klimaschädlichen Kohlekraftwerken. Und es gibt die ersten Erfolge: Einige Planungen von Kohlekraftwerken konnten durch BUND-Aktivitäten verhindert werden. Sie können uns helfen, dass auch Block 6 Staudinger nicht gebaut wird.
Ein Klageverfahren gegen Block 6, das wir gemeinsam mit dem Landesverband Bayern des BUND, dem Bund Naturschutz e.V. , durchführen, kostet viel Geld für Anwalts-, Gutachten- und Gerichtskosten.
Uns fehlen dafür noch 20.000 Euro. Wenn uns 500 Menschen einmalig 40 Euro spenden, haben wir die benötigten Mittel beisammen.
Unterstützen Sie uns dabei?
Bitte richten Sie Ihre Spende an:
- BUND Landesverband Hessen e.V.
Kontonummer 369 853
BLZ 500 502 01 (Frankfurter Sparkasse)
Verwendungszweck: Klage Staudinger
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